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MALLORCA. Am Dienstag, dem 22. Juli 2025, herrschte Aufregung an der Playa de Palma: Eine 85-jährige italienische Urlauberin wurde beim Baden mit einer tiefen Wunde an der Wade gefunden.

Symbolbild: Sondem/stock.adobe.com
Symbolbild: Sondem/stock.adobe.com

Schnell machte die Sorge vor einem Hai die Runde und sorgte für einen Großeinsatz der Rettungskräfte.

Sofortige Sperrung und intensive Suche

Kurz nach Bekanntwerden der Verletzung wurden die Strände von Balneario 1 bis 10 mit roten Flaggen gesperrt. Rettungsschwimmer und Einsatzkräfte suchten mit Jet-Skis und Booten das Wasser ab – auf der Suche nach dem vermeintlichen Hai. Für die Badegäste bedeutete das ein mehrstündiges Badeverbot.

Zweifel am Hai-Biss

Experten zweifelten bereits früh an der Hai-Theorie, da typische Zahnabdrücke eines Haifisches fehlten. Derzeit wurde vermutet, dass ein anderer großer Meeresbewohner wie der Drückerfisch oder Blaufisch, die Frau verletzt haben könnte. Einsatzkräfte gaben nach Stunden Entwarnung: Es wurde kein Hai gesichtet und die Wasserzone wurde als sicher eingestuft.

Badegäste können aufatmen

Noch am selben Tag gegen Mittag wurden die roten Flaggen durch gelbe und grüne ersetzt, die Strände wieder freigegeben. Die verletzte Touristin wurde in eine Klinik gebracht, ihr Zustand ist stabil. Die Behörden betonten, dass Haiangriffe im Mittelmeer äußerst selten sind und die Vorsichtsmaßnahmen einzig dem Schutz der Urlauber dienten.

Haie im Mittelmeer sind selten

Blauhaie, die gelegentlich im Mittelmeer auftauchen, gelten als eher scheu und wenig gefährlich für Menschen. In den vergangenen Jahren kam es vereinzelt zu Strandabsperrungen auf Mallorca und den Balearen, wenn Haie nahe der Küste gesichtet wurden – ernsthafte Zwischenfälle blieben jedoch aus.


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