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WELT. Der Goldpreis überspringt erstmals die historische Marke von 4.000 US-Dollar pro Feinunze. Hauptgrund ist die US-Haushaltskrise.
 

Goldmünzen sind beliebt bei Anlegern (Foto: Gina Anders/stock.adobe)
Goldmünzen sind beliebt bei Anlegern (Foto: Gina Anders/stock.adobe)

Der Goldpreis schießt auf ein neues Allzeithoch von über 4.000 US-Dollar pro Feinunze. Die anhaltende Verunsicherung durch den US-Shutdown und die Haushaltskrise in Amerika treiben Investoren in Scharen zum vermeintlich sicheren Hafen Gold.

Der historische Sprung über die 4.000-Dollar-Marke ist ein klares Zeichen für das wachsende Misstrauen der Finanzmärkte gegenüber der Stabilität der Vereinigten Staaten. Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche hat das Edelmetall einen neuen Höchststand erreicht. In der Nacht zum Mittwoch kletterte der Preis für eine Feinunze Gold – das entspricht etwa 31,1 Gramm – zwischenzeitlich auf bis zu 4.002 Dollar. Noch am Montag lag der Höchstwert bei 3.970 Dollar.

Shutdown treibt die Preise

Die Hauptursache für diese beeindruckende Rally ist die festgefahrene Haushaltskrise in den USA, die zu einem teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte, dem sogenannten Shutdown, geführt hat. Die Blockade zwischen Republikanern und Demokraten lässt Anleger weltweit zögern. Zusätzlich fallen wegen des Stillstands wichtige Konjunkturdaten aus, was die Unsicherheit an den Finanzmärkten weiter verstärkt. In dieser Gemengelage suchen viele Investoren Zuflucht in Anlageklassen, die als besonders sicher gelten, und entscheiden sich dabei für das glänzende Metall.

Experten beobachten, dass die Nachfrage nach Gold trotz des extrem hohen Preises nicht nachlässt. Im Gegenteil: Die anhaltenden Käufe verstärken die Preisbewegung weiter. Bereits seit Jahresbeginn hat der Goldpreis einen bemerkenswerten Anstieg von über fünfzig Prozent hingelegt. Das ist der stärkste Anstieg seit dem Jahr 1979 und unterstreicht die dramatische Fluchtbewegung in das Edelmetall.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Das Vertrauen in US-Anleihen schwindet wegen der enormen Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten seit Monaten. Stattdessen wenden sich Anleger sowie auch Zentralbanken von Dollar-Anlagen ab. Die Zentralbanken kaufen bereits seit 2022 deutlich mehr Gold, teilweise auch aus der Angst vor möglichen US-Sanktionen. Die nun durchbrochene Marke von 4.000 Dollar gilt nach Expertenmeinung keineswegs als Ende der Fahnenstange. Analysten großer Banken rechnen damit, dass der Preis bis zum Jahresende auf bis zu 4.200 Dollar steigen könnte. Die Goldrally scheint damit in die nächste Runde zu gehen.


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