Windböe reisst 32-Jährigen in Italien aus Sessellift
ITALIEN. Ein Moment der Unachtsamkeit, eine heftige Windböe – und plötzlich stürzt ein Mann zehn Meter in die Tiefe. In einem Skigebiet in Norditalien endete eine Liftfahrt in einer Katastrophe.

Ein dramatischer Unfall hat sich im norditalienischen Skigebiet Piancavallo ereignet. Ein 32-jähriger Mann aus Mortara ist kurz nach dem Einsteigen in den Sessellift „Tremol Uno“ aus rund zehn Metern Höhe abgestürzt und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann liegt aktuell auf der Intensivstation, sein Zustand wird als ernst beschrieben.
Wind hebt Schutznetz an – Sturz auf Betonpfeiler
Der 32-Jährige, der als Angestellter einer Berggaststätte arbeitet, wollte mit dem Lift talwärts fahren. Unmittelbar nach dem Einstieg kam es jedoch zu dem folgenschweren Zwischenfall. Nach Angaben der Behörden verfing sich einer seiner Skischuhe in einem Schutznetz unterhalb des Sessels. Dieses Netz war zuvor durch eine starke Windböe angehoben worden. In Sekundenbruchteilen wurde der Mann aus dem Sitz gerissen und stürzte ungebremst auf den Beton eines Sicherungspfeilers.
Der Aufprall hatte schwere Verletzungen im Becken- und Beinbereich zur Folge. Augenzeugen alarmierten sofort die Rettungskräfte, doch die Wetterbedingungen erschwerten den Einsatz erheblich.
Schwierige Rettung – Hubschrauber erst später möglich
Wegen starken Winds konnte der Rettungshubschrauber zunächst nicht direkt zum Unfallort fliegen. Der Schwerverletzte wurde daher mit einem Rettungswagen bis nach Castaldia gebracht. Erst dort war ein Umladen in den Hubschrauber möglich, der den Mann schließlich in ein Krankenhaus nach Udine brachte.
Dort wird der 32-Jährige intensivmedizinisch betreut. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen. Die zuständigen Behörden prüfen nun auch, ob die Sicherheitsvorkehrungen am Sessellift den aktuellen Wetterbedingungen entsprachen.


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