Handy-Blitzer in Salzburg: Kommen jetzt KI-Kameras gegen Ablenkung am Steuer?
SALZBURG. Ablenkung am Steuer zählt zu den größten Unfallursachen. Nun wird geprüft, ob sogenannte Handy-Blitzer künftig auch in Salzburg eingesetzt werden – mit moderner KI-Technologie.

In Salzburg könnte die Verkehrsüberwachung bald ein neues Kapitel aufschlagen. Diskutiert wird der mögliche Einsatz sogenannter Handy-Blitzer – also KI-gestützter Kamerasysteme, die erkennen, ob Lenker während der Fahrt zum Smartphone greifen. Noch ist nichts fix beschlossen, doch die Debatte läuft.
Ablenkung als unterschätzte Gefahr
Experten sehen im Blick aufs Handy eine der größten Gefahrenquellen im Straßenverkehr. Unachtsamkeit und Ablenkung sind seit Jahren eine der häufigsten Ursachen für Unfälle. Wer Nachrichten tippt oder durch soziale Medien scrollt, reagiert später – oft mit fatalen Folgen. Genau hier sollen neue Technologien ansetzen: Kameras erfassen den Innenraum von Fahrzeugen und erkennen mithilfe künstlicher Intelligenz, ob ein Mobiltelefon in der Hand gehalten wird.
Land prüft rechtliche Möglichkeiten
Das Land Salzburg beobachtet entsprechende Entwicklungen im Ausland genau. In Ländern wie Frankreich sind ähnliche Systeme bereits im Einsatz. In Österreich wäre dafür allerdings eine klare gesetzliche Grundlage notwendig. Fragen des Datenschutzes und der Beweisführung spielen dabei eine zentrale Rolle. Derzeit befindet sich das Thema in einer Prüfphase, konkrete Standorte oder ein Starttermin stehen nicht fest.
Mehr Kontrollen auf Salzburgs Straßen
Unabhängig von möglichen Handy-Blitzern wurde die Verkehrsüberwachung zuletzt deutlich verstärkt. Mobile Radargeräte und flexible Messanlagen sind im Bundesland verstärkt unterwegs. Ziel ist es, sowohl Geschwindigkeitsverstöße als auch riskantes Fahrverhalten konsequenter zu ahnden. Die Strategie folgt dem klaren Ansatz, die Zahl schwerer Unfälle nachhaltig zu senken.
Ob KI-Blitzer tatsächlich kommen, ist noch offen. Fest steht jedoch: Der Kampf gegen Ablenkung am Steuer rückt stärker in den Fokus – und moderne Technik könnte dabei künftig eine entscheidende Rolle spielen.


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