Nacra 17: Österreichs Segel-Duos legen starken Auftakt hin und greifen nach Goldflotte
MALLORCA. Schwierige Winde, lange Startverzögerung und trotzdem starke Platzierungen. Österreichs Segel-Team legte zum Saisonauftakt in Palma de Mallorca einen vielversprechenden Start hin.

Österreichs Segel-Nationalteam hat zum Auftakt der neuen Regattasaison ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Vor allem in der olympischen Katamaran-Disziplin Nacra 17 präsentierten sich die heimischen Duos trotz verspätetem Beginn und tückischer Bedingungen konkurrenzfähig. Farese/Zöchling und Haberl/Stamminger liegen nach dem ersten Qualifikationstag in Schlagdistanz zu den Top 10 und machen damit früh klar, dass der Kampf um die Goldflotte voll offen ist.
Nacra 17 kratzt an den Top 10
Besonders stark startete das burgenländische Duo Farese/Zöchling vom Union Yacht Club Neusiedlersee in die Serie. Mit den Einzelrängen 4, 5 und 8 segelte sich die Paarung auf Zwischenrang 12 vor. Auch Haberl/Stamminger vom Mondsee legten nach und steigerten sich im Tagesverlauf sichtbar. Nach den Plätzen 8 und 7 gelang ihnen im dritten Rennen mit Rang 5 ein starker Abschluss, der sie auf Platz 14 brachte.
Der Auftakt verlief allerdings alles andere als einfach. Wegen einer rund zweistündigen Startverzögerung begann der erste Wettkampftag verspätet. Dazu kamen drehende, böige Winde, die den Seglern kaum verlässliche Muster boten. Genau diese wechselhaften Bedingungen machten den ersten Tag zu einer echten Geduldsprobe.
Goldflotte bleibt klar in Reichweite
Bis Mittwochabend stehen in der Nacra-17-Qualifikation noch sechs weitere Rennen auf dem Programm. Die besten 21 Boote schaffen anschließend den Sprung in die Goldflotte. Für beide österreichischen Teams ist dieses Ziel nach dem soliden Auftakt absolut in Reichweite. Der erste Tag zeigte bereits, dass kleine Fehler oder die falsche Seitenwahl in diesen Feldern sofort entscheidend werden können.
49er-Duo mit solidem Saisonstart
Auch in der 49er-Klasse gelang Österreich ein ordentlicher Einstieg. Die Wolfgangsee-Asse Keanu Prettner und Jakob Flachberger liegen nach drei Rennen auf Platz 26. Mit den Rängen 6 und 9 gelang dem Duo gleich zweimal der Sprung in die Top 10, Rang 16 ist aktuell das Streichergebnis. Bei den schwer einschätzbaren Windverhältnissen war vor allem Konstanz gefragt.
Weniger gut lief es für die weiteren österreichischen Boote. Die Debütanten Keanu Pulte und Leo Uebelhör rangieren auf Platz 94. Ferdinand Steffan und Jonah Maier kamen nach technischem Gebrechen vor dem ersten Start und einer Kenterung im zweiten Rennen zunächst nicht ins Ziel und liegen an 100. Stelle.
49erFX-Frauen zeigen gute Ansätze
In der 49erFX-Klasse liegen Rosa Donner/Marion LaFrance Berger auf Platz 48, Eva Maria Truttenberger/Livia Farese folgen direkt dahinter auf Rang 49. Trotz der hinteren Gesamtplätze gab es positive Signale. Donner und LaFrance Berger segelten bei ihrem ersten gemeinsamen Regattaauftritt phasenweise in die Top 10, ehe eine Kenterung wertvolle Plätze kostete. Auch hier zeigte sich: Der Speed stimmt, nun müssen die guten Momente noch konsequenter ins Ziel gebracht werden.


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