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SPANIEN. Kostenlos wohnen, arbeiten und neu anfangen: Ein kleines Dorf in Spanien sucht gezielt nach Zuzüglern – und bietet dafür ein ungewöhnlich attraktives Gesamtpaket. Dahinter steht ein Problem, das derzeit viele ländliche Regionen des Landes beschäftigt.

Mehrere Dörfer haben in Spanien mit grassierender Landflucht zu kämpfen. Symbolbild: stock.adobe.com/FrankBoston

Das kleine Dorf Arenillas in der spanischen Provinz Soria sucht nach neuen Bewohnern – und setzt dabei auf ungewöhnliche Anreize.  Mit kostenlosem Wohnraum und einer festen Arbeitsstelle will die Gemeinde gezielt Familien dazu bewegen, sich dort niederzulassen.

Arenillas liegt rund zweieinhalb Autostunden nördlich von Madrid und steht exemplarisch für ein Problem, das viele ländliche Regionen Spaniens betrifft: die anhaltende Abwanderung.

In der Provinz Soria ist der Bevölkerungsrückgang besonders stark ausgeprägt. In dem Dorf selbst leben aktuell nur noch etwa 40 Menschen.

Keine Mietkosten

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Gemeinde mehrere Häuser in den vergangenen Jahren saniert. Eines davon soll nun neuen Bewohnern zur Verfügung gestellt werden: vollständig ausgestattet und ohne klassische Mietkosten.

Lediglich die laufenden Nebenkosten müssen übernommen werden, während Organisation und Bereitstellung über die örtlichen Behörden laufen.

Berufliche Perspektive 

Doch das Angebot geht über Wohnraum hinaus. Auch eine berufliche Perspektive gehört zum Konzept: Die Gemeinde stellt in Aussicht, dass mindestens ein Arbeitsplatz für die neuen Bewohner geschaffen oder vermittelt wird.

Mit diesem Paket aus Wohn- und Arbeitsangebot richtet sich Arenillas gezielt an Familien, die bereit sind, einen Neuanfang auf dem Land zu wagen. Der Aufruf zeigt, mit welchen Mitteln strukturschwache Regionen inzwischen versuchen, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.

Ähnliche Modelle in Italien

Ähnliche Modelle gibt es bereits in Italien: Dort bieten mehrere Dörfer Häuser für die symbolische Summe von einem Euro an. Ziel dieser Initiativen ist es, der Landflucht entgegenzuwirken und zugleich den Verfall leerstehender Gebäude zu stoppen.

Viele kleine Gemeinden verlieren seit Jahren kontinuierlich Einwohner, da vor allem junge Menschen für bessere Jobchancen und ein vielfältigeres Leben in die Städte ziehen.


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