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ÖSTERREICH. Vor dem Schulstart sollten Eltern den Schulweg mit ihren Kindern noch einmal gemeinsam abgehen. Entscheidend sind sichere Routen, klare Regeln und regelmäßiges Üben.

Richtig üben: Mehrere kurze Übungseinheiten sind sinnvoller als ein einmaliger langer Trainingsweg. (Foto: ÖAMTC)

Im Vorjahr wurden österreichweit 537 Schulwegunfälle registriert. Dabei wurden 577 Kinder verletzt. Besonders vor Beginn des neuen Schuljahres lohnt es sich deshalb, den täglichen Weg zur Schule noch einmal bewusst zu trainieren.

Dabei geht es nicht nur um Schulanfänger. Auch ältere Volksschulkinder können von einer Auffrischung profitieren, weil sich auf vertrauten Wegen schnell Routine einschleicht und Veränderungen leichter übersehen werden.

Sicherheit geht vor Kürze

Der kürzeste Weg ist nicht automatisch der beste. Eltern sollten eine möglichst übersichtliche Strecke mit wenigen Fahrbahnquerungen wählen. Zebrastreifen, Ampeln, Unterführungen oder Überführungen können auch einen kleinen Umweg rechtfertigen.

Wichtig ist zudem die Perspektive der Kinder. Durch ihre geringere Körpergröße sehen sie an Kreuzungen, hinter parkenden Autos oder neben Hecken deutlich weniger als Erwachsene.

Unter echten Bedingungen trainieren

Am sinnvollsten ist es, den Schulweg an einem Werktag und ungefähr zu jener Uhrzeit zu üben, zu der das Kind später tatsächlich unterwegs ist. So gehören Berufsverkehr, abgestellte Fahrzeuge und andere Schulkinder bereits zur Übungssituation.

Zuerst können Eltern erklären, wo besondere Vorsicht nötig ist. Danach sollte das Kind selbst die Führung übernehmen und zeigen, wo es stehen bleibt, wann es die Fahrbahn überquert und welche Stellen besonders aufmerksam beobachtet werden müssen.

Erwachsene sind Vorbilder

Kinder lernen im Straßenverkehr nicht nur durch Regeln, sondern auch durch Beobachtung. Wer selbst beim Gehen auf das Smartphone schaut oder bei Rot über die Straße geht, vermittelt widersprüchliche Signale.

Das Smartphone sollte während des gesamten Schulwegs lautlos in der Schultasche oder im Rucksack bleiben. Auch Kopfhörer sind ungünstig, weil Verkehrslärm, Hupen und andere Warnsignale schlechter wahrgenommen werden können.

Kurz und regelmäßig üben

Mehrere kurze Trainingseinheiten sind meist hilfreicher als eine einzige lange Runde. Dabei können Eltern auch Situationen besprechen, die vom Alltag abweichen, etwa eine Baustelle, ein die Sicht verdeckender Lkw oder ein verpasster Bus.

Hilfreich ist außerdem, die tatsächliche Dauer des Schulwegs zu kennen. Wer am Morgen genug Zeit einplant, reduziert Hektik und vermeidet zusätzlichen Stress.


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