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GRIECHENLAND. In Griechenland wird der demografische Wandel immer spürbarer. Zum Beginn des neuen Schuljahres am 11. September müssen in mehreren Regionen des Landes zahlreiche Kindergärten und Grundschulen schließen. Der Grund: Es gibt zu wenige Kinder.

Symbolbild: bluedesign/stock.adobe.com
Symbolbild: bluedesign/stock.adobe.com

In vielen Orten gibt es keine oder nur sehr wenige Einschreibungen. Teilweise wird die vorgeschriebene Mindestzahl an Schülern nicht erreicht. Vor allem ländliche und abgelegene Regionen sind betroffen.

Besonders betroffene Regionen

Allein in Zentralmakedonien werden im Schuljahr 2026/2027 99 Kindergärten und 45 Grundschulen vorübergehend geschlossen. Betroffen sind unter anderem die Regionen Thessaloniki, Kilkis, Pella, Pieria, Serres und Chalkidiki. Auch auf der Peloponnes stehen zahlreiche Einrichtungen vor dem Aus. Dort bleiben 19 Kindergärten und sieben Grundschulen geschlossen. Weitere zwölf Kindergärten und acht Grundschulen sind in Westmakedonien betroffen.

Immer weniger Kinder

Die Entwicklung hängt unmittelbar mit dem starken Geburtenrückgang zusammen. Für die erste Klasse der öffentlichen Grundschulen wurden für das kommende Schuljahr 69.895 Kinder registriert. Im Vorjahr waren es noch 71.181.

Noch deutlicher zeigt sich der langfristige Trend bei den Geburten. 2025 kamen in Griechenland laut vorläufigen Daten 65.594 Kinder zur Welt – 4,2 Prozent weniger als 2024. 2010 waren es noch mehr als 114.000.

Demografisches Problem wird sichtbar

Die sinkenden Geburtenzahlen wirken sich inzwischen direkt auf das Bildungssystem aus. Wo immer weniger junge Familien leben, fehlen auch die Kinder für Kindergärten und kleine Grundschulen.

Viele der betroffenen Einrichtungen werden zunächst nur vorübergehend geschlossen. Steigen die Schülerzahlen wieder ausreichend an, könnten sie erneut öffnen. Für zahlreiche ländliche Gemeinden ist die Entwicklung dennoch ein deutliches Zeichen dafür, wie stark Griechenland inzwischen mit dem demografischen Wandel zu kämpfen hat.


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