Österreichischer Handel betroffen: Verbotene Stoffe in Tee und Gewürzen entdeckt
ÖSTERREICH. Eine aktuelle Untersuchung der Organisation Foodwatch hat Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in alltäglichen Lebensmitteln aus österreichischen Supermärkten nachgewiesen. Im Fokus stehen Gewürze und Teeprodukte.

Laut der Analyse wurden dabei auch Stoffe gefunden, die in der Europäischen Union nicht mehr zugelassen sind. Die Untersuchung basiert auf einer Stichprobe und stellt keine amtliche Lebensmittelkontrolle dar, liefert jedoch Hinweise auf mögliche Belastungen innerhalb globaler Lieferketten.
Paprikapulver besonders betroffen
Besonders auffällig waren mehrere Paprikapulver-Produkte, die im österreichischen Handel erhältlich sind. In den untersuchten Proben wurden unterschiedliche Pestizidrückstände festgestellt, darunter auch nicht mehr zugelassene Wirkstoffe. Berichten zufolge zählen zu den betroffenen Produkten unter anderem Artikel von S-Budget, Kotányi und Le Gusto. Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die getesteten Proben und lassen keine allgemeine Aussage über gesamte Produktlinien oder Marken zu.
Grüntee in allen Proben belastet
Auch im Bereich Grüntee zeigt die Untersuchung ein deutliches Ergebnis. In sämtlichen getesteten Produkten wurden Rückstände von Pestiziden gefunden. Betroffen waren sowohl Markenprodukte als auch Handelsmarken großer österreichischer Supermarktketten. Die Resultate deuten darauf hin, dass die Rückstände vermutlich über internationale Anbau- und Lieferketten in die Produkte gelangt sind, insbesondere bei Importwaren aus Drittstaaten.
Verbotene Stoffe in europäischen Produkten
Die nachgewiesenen Substanzen gehören zu einer Gruppe von Pestiziden, die in der Europäischen Union aufgrund von Gesundheits- und Umweltbedenken verboten wurden. Dennoch können Rückstände über importierte Rohstoffe weiterhin in Lebensmittel gelangen. Fachleute sehen darin ein grundsätzliches Problem globaler Produktions- und Handelsketten, bei denen unterschiedliche Standards zwischen Anbauländern und EU-Vorgaben aufeinandertreffen.
Keine akute Gefahr
Die gemessenen Rückstände bewegen sich im Spurenbereich und überschreiten nicht zwingend automatisch gesetzliche Grenzwerte. Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung durch die getesteten Produkte wurde nicht festgestellt. Doch die Frage bleibt, wie sich langfristige Belastungen durch mehrere Pestizidrückstände in Kombination auf die Gesundheit auswirken könnten.


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