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WELT. Auf WhatsApp kursiert derzeit ein Kettenbrief, der vor angeblichem KI-Zugriff auf private Chats warnt. Die Behauptung ist falsch: Private Nachrichten bleiben Ende zu Ende verschlüsselt. Nutzer müssen die Warnung nicht weiterverbreiten.

Ein WhatsApp-Kettenbrief warnt vor KI-Zugriff auf private Chats. Die Behauptung ist falsch, Nachrichten bleiben verschlüsselt. Foto: KI-generiert

Der Kettenbrief behauptet, dass „ab Samstag“ eine Künstliche Intelligenz Zugriff auf alle WhatsApp-Chats, Telefonnummern und persönliche Daten bekomme. Wie MDR Aktuell am 09. Juni 2026 berichtet, verbreitet sich die Warnung aktuell vor allem in Gruppen.

In der Nachricht wird empfohlen, den „erweiterten Chat-Datenschutz“ zu aktivieren und den Hinweis an andere weiterzuleiten. Genau solche Aufforderungen sind typisch für Kettenbriefe, die Verunsicherung auslösen und sich schnell verbreiten sollen.

Chats bleiben privat

Laut MDR ist an der Warnung nichts dran. WhatsApp-Chats sind weiterhin Ende zu Ende verschlüsselt. Das bedeutet: Nur Absender und Empfänger können die Inhalte lesen.

Auch KI-Funktionen ändern daran grundsätzlich nichts. Sie werden nur genutzt, wenn Nutzer sie bewusst anfragen. Dann können etwa bestimmte Inhalte verarbeitet werden, etwa für Zusammenfassungen.

Einstellung gibt es wirklich

Den „erweiterten Chat-Datenschutz“ gibt es tatsächlich. Die Option kann in WhatsApp-Gruppen über den Gruppennamen geöffnet und eingestellt werden.

Sie betrifft unter anderem, ob Medien automatisch gespeichert werden, ob Chats exportiert werden können und ob Meta AI oder Zusammenfassungen in einem Chat genutzt werden dürfen. Die Privatsphäre der Nachrichten hängt laut WhatsApp aber nicht allein von dieser Einstellung ab.


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