Ranger informieren Besucher an Südtirols Natur-Hotspots
BOZEN. In Südtirol sind in der Sommersaison 2026 insgesamt 15 Ranger im Einsatz. Sie sollen Besucher an stark frequentierten Naturattraktionen über den respektvollen Umgang mit Landschaft und Umwelt informieren und so zum Schutz sensibler Gebiete beitragen.

Die sogenannten Südtirol Alto Adige Ranger werden unter anderem am Pragser Wildsee, auf der Seceda, an den Dolomitenpässen, auf der Seiser Alm, am Karer See sowie in der Bletterbachschlucht unterwegs sein. Auch das Kirchlein Ranui und St. Magdalena in Villnöss zählen zu ihren Einsatzorten.
Wie die Südtiroler Landesverwaltung mitteilt, reagiert das Projekt auf den steigenden Besucherandrang in beliebten Naturgebieten und die damit verbundenen Herausforderungen für Umwelt und Infrastruktur.
Schwerpunkt auf Information und Bewusstseinsbildung
Die Ranger sollen Gäste direkt vor Ort über Verhaltensregeln in der Natur informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Landschaft und Lebensräumen sensibilisieren. Dabei arbeiten sie eng mit den Naturpark-Rangern und dem Forstdienst des Landes zusammen.
Beschäftigt werden die Ranger von den lokalen Tourismusorganisationen in Zusammenarbeit mit Gemeinden und dem GEOPARC Bletterbach. Das Projekt wird von mehreren Landesabteilungen sowie dem Landesverband der Tourismusorganisationen und IDM Südtirol unterstützt.
Umfassende Ausbildung für die Saison
Zur Vorbereitung absolvierten die Teilnehmer eine zweieinhalbtägige Schulung. Themen waren unter anderem Besuchermanagement, Naturschutzbestimmungen, das UNESCO-Welterbe Dolomiten, Wetterkunde sowie der Umgang mit Konfliktsituationen.
Zusätzlich erhielten die künftigen Ranger Grundlagenwissen zu aktuellen Umweltthemen wie Borkenkäfer und Prozessionsspinner. Während der Saison können sie sich laufend mit Fachleuten der Naturparkhäuser und Forststationen austauschen.
Erfolgreiche Erfahrungen als Vorbild
Das Pilotprojekt knüpft an bestehende Ranger-Initiativen in Prags, Gröden, Villnöss und Alta Badia an. Dort waren ähnliche Modelle bereits erfolgreich im Einsatz.
Die Südtirol Alto Adige Ranger sind dabei klar von den Naturpark-Rangern zu unterscheiden. Während die neuen Ranger vor allem an stark besuchten touristischen Standorten informieren, konzentrieren sich die Naturpark-Ranger auf Umweltbildungsangebote und Naturschutzarbeit innerhalb der Schutzgebiete.


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