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OÖ. Wer plant, sich ein Haustier zuzulegen, sollte sich das vorher gut überlegen. Die Anschaffung sollte keine Weihnachtsüberraschung sein oder gar als Zeitvertreib angesehen werden, appelliert Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer. Cornelia Rouha-Mülleder, Tierschutzombundsfrau des Landes, rät zudem zu Vorsicht bei Tierkäufen im Internet.

von links: Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Tierschutzombudsfrau Cornelia Rouha-Mülleder warnen vor spontanen Tiergeschenken zu Weihnachten. (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Obwohl Tierschutz-Experten jedes Jahr wieder davor warnen, werden auch heuer Tiere als Überraschung unter dem Weihnachtsbaum landen, befürchtet Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Häufig stellt sich bereits kurz nach den Feiertagen heraus, dass zu wenig über die Folgen der Anschaffung eines Haustieres nachgedacht wurde. Viele dieser Tiere werden dann schnell wieder abgegeben. „Wer vorhat, sich ein Haustier anzuschaffen, sollte vorher überlegen, ob eine lebenslange gute Betreuung des Tieres möglich ist. Die Anschaffung soll auf keinen Fall eine Weihnachtsüberraschung sein oder zum Zeitvertreib während der Corona-Beschränkungen geschehen“, appelliert Gerstorfer. Vor dem Erwerb eines tierischen Familienmitglieds sind viele Punkte zu beachten. Welches Tier passt in die Familie? Ist ausreichend Zeit für die Betreuung vorhanden und wer betreut das Tier während der Urlaubszeit? Darüber hinaus sind Aspekte zur artgerechten Haltung und finanzielle Fragen wie die Tierarztkosten zu klären.

„Kauf aus Mitleid macht wenig Sinn“

Vorsicht sollte außerdem bei Tierkäufen aus dem Internet an den Tag gelegt werden. Oftmals steht Betrug dahinter, warnt Cornelia Rouha-Mülleder, Tierschutzombudsfrau des Landes OÖ. „Besonders bei Hunden boomt das Online-Geschäft leider. Lassen Sie sich auf keinen Fall durch Fotos auf Online-Portalen zu spontanen Käufen hinreißen. Oft handelt es sich dabei um Tiere, die aus schlechten Haltungs- und Sozialisierungsbedingungen kommen und später massive gesundheitliche oder Verhaltensprobleme aufweisen. Auch ein Kauf dieser Tiere aus Mitleid macht wenig Sinn, denn für jedes „gerettete“ Tier werden weitere für den Verkauf im Ausland unter schlechten Bedingungen nachgezüchtet“, führt sie aus. Wer ein Haustier möchte, sollte sich Zeit bei der Entscheidung lassen und sich zuvor ausreichend mit den Bedürfnissen und der Haltung der jeweiligen Tierart auseinandersetzen. Die Entscheidung, kein Tier zu halten, könne genauso ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz sein. Das ist etwa dann der Fall, wenn keine optimalen Bedingungen für das Tier gegeben sind.


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