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OÖ. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) OÖ ruft Beschäftigte auf, ihre Meinung zu sagen. Darüber hinaus sollen sie motiviert werden, ihre Lage im Betrieb zu verbessern. Ziel der Kampagne „Sei du die starke Stimme“ ist es, viele neue Betriebsratskörperschaften zu gründen.

Probleme im Job lassen sich mithilfe eines Betriebsrats leichter lösen, meint ÖGB Landesvorsitzender Johann Kalliauer. Um neue Betriebsräte zu gründen, wird die Kampagne "Sei du die starke Stimme" durchgeführt (Symbolbild). (Foto: fizkes/Shutterstock.com)

Da Arbeitnehmer mehr Unterstützung denn je brauchen würden, startet der ÖGB OÖ die Kampagne „Sei du die starke Stimme“. Engagierte Beschäftigte sollen motiviert werden, ihren Kollegen zur Seite zu stehen. Ein Teil der Kampagne ist eine Umfrage, bei der Arbeitnehmer in Oberösterreich unter anderem danach gefragt werden, wie fair es bei ihnen im Job zugeht und was sie an ihrer Arbeit stört. Die Befragung unter dem Titel „Mir reicht's“ kann online ausgefüllt werden. „Wir wollen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aber auch dazu motivieren, etwas zu verändern und ihre Lage im Betrieb zu verbessern, indem sie sich entscheiden, die starke Stimme für die Kollegen und Kolleginnen zu sein und Betriebsrat zu werden“, sagt ÖGB Landesvorsitzender und AK OÖ Präsident Johann Kalliauer. In der Krise sei vielen Beschäftigten bewusst geworden, wie wichtig es sei tatkräftige Betriebsräte zu haben, die sich für die Rechte und Interessen ihrer Kollegen einsetzen.

7.244 Betriebsräte in OÖ

7.244 Personen sind derzeit Betriebsrat in Oberösterreich. 29 neue Betriebsräte seien laut Kalliauer im vergangenen Jahr gewählt worden. „In Betrieben mit Betriebsrat ist das Arbeitsklima besser, es gibt weniger Probleme und wenn es welche gibt, können sie mit Hilfe des Betriebsrates leichter gelöst werden. Der Betriebsrat unterstützt seine Kollegen und Kolleginnen bei Verhandlungen mit Chefs, gibt kompetente Auskünfte und achtet darauf, dass sich alle im Unternehmen an rechtliche Vorgaben halten“, ist Kalliauer überzeugt. Betriebsräte hätten sich in letzter Zeit etwa bei Kurzarbeit bewährt, weil sie Vereinbarungen mit der Geschäftsleitung abschließen konnten, die für alle gelten würden. Zudem würden sie über arbeitsrechtliches Wissen verfügen. Zu ihren Einstellungen bezüglich Homeoffice und Kurzarbeit hat das Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaft (ISW) in Linz vor kurzem 492 Betriebsratsvorsitzende befragt. Tips hat über die zentralen Ergebnisse berichtet.


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