Kogler: "Klimawahl, Zukunftswahl, Verantwortungswahl"
OÖ/LINZ. Unterstützung von Vizekanzler Werner Kogler holt sich der Grüne Spitzenkandidat für die Landtagswahlen Stefan Kaineder. Am Dienstag fand Kogler in Linz vor Presse klare Worte zum Umgang der FPÖ mit der Pandemiebekämpfung. Er spricht von einer anstehenden „Klimawahl, Zukunftswahl, Verantwortungswahl.“

„Der 26. September ist richtungsentscheidend: weitere sechs Jahre mit einer Regierung, die im alten Denken das Land verwalten wird? Oder haben wir die nächsten sechs Jahre eine Zukunftsregierung mit den Grünen als Taktgeberin“, so Kaineder.
Kogler spricht von einer „Klimawahl, Zukunftswahl, Verantwortungswahl. Vieles geht in OÖ in die richtige Richtung, momentan geht manches aber nicht in die richtige Richtung, es wird darum gehen: Wer übernimmt für die enormen Chancen, die das Land hat, die Verantwortung.“ Es sei relativ klar: Landeshauptmann Stelzer und die ÖVP werde die meisten Stimmen bekommen, die relevante Frage sei daher: Welche Regierungskonstellation werde gewählt, „die relevante Frage ist: Grün oder Blau?“
Kritik an FPÖ
Kein Verständnis hat Kogler für das Verhalten der FPÖ bei der Frage der Covid-Impfung. „Aber Hallo! Da sieht man: geht es um Verantwortung oder Verunsicherung? Und Verunsicherung ist noch ein harmloser Ausdruck“, so Kogler. „Es geht nicht darum, die Impfpflicht durchsetzen zu wollen – aber es geht um Impfverantwortung.“ In störe die mittlerweile fehlende Abgrenzung der FPÖ OÖ zur Bundes-FPÖ, eine Verunsicherungskampagne zu fahren, aus einer aktiven Regierungsrolle heraus, sei unverantwortlich.
Auch Kaineder findet harte Worte: „Die Situation in OÖ ist sehr eindeutig: Wir haben eine Koalitionsregierung, wo der eine Partner die Bemühungen des anderen in der Pandemiebekämpfung untergräbt. Wir haben auch eine Verantwortung für Kinder unter 12. Die sind davon abhängig, dass sich Erwachsene impfen lassen.“
Klima: „Chancen in OÖ enorm“
Mindestens so wichtig, und die größere Herausforderung auf lange Sicht, sei die Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels, das Hintanhalten der Klimakatastrophe. „Das werden wir in Linz, in Oberösterreich, in Österreich, in Europa nicht alleine schaffen. Aber die Chancen in Oberösterreich sind enorm. Wer jetzt Maßnahmen setzt, ist vorne mit dabei, auch wirtschaftlich“, so Kogler. Man müsse sich nur mehr trauen und mehr anstrengen als bislang.
Kaineder: „Im Sommer haben wir eindrucksvoll gesehen: 50 Grad in Kanada, Waldbrände in Griechenland – Feuerwehrleute aus Oberösterreich mussten dort helfen -, Hagelstürme in Oberösterreich. Die Klimakrise ist da. Europa hat die Digitalisierung verschlafen, jetzt liegt das in einem kleinen Dorf, im Silicon Valley. Warum Oberösterreich nicht zum Silicon Valley der Klimaneutralität machen.“
Angesprochen auf die hitzige Debatte um das Wahlplakat der Grünen mit dem Slogan „Bio oder Gift?“ meint Kaineder: „Ich finde das spannend, das wurde emotional diskutiert. Aber jetzt reden wir auch darüber, einen wichtigen Inhalt. Wie schaffen wir, das Essen gesund ist, nicht um die halbe Welt fliegt und massiv auf Industrieplantagen gespritzt wird?“
Für ihn ist klar: Oberösterreich hätte die Chance, als erste Region der Welt klimaneutral zu werden. „Mehr Klimaschutz wiederum bedeute mehr Wohlstand zu generieren und eine gute Zukunft für unser Kinder und Enkelkinder.“ Die Leute hätten das verstanden, darauf zähle er bei der Wahl.
Wahlziel: Klarer Auftrag der Menschen
Für beide gehe es darum, bei der Wahl den klaren Auftrag der Menschen zu bekommen, um Verantwortung in einer Zukunftsregierung zu übernehmen, erhofft sie sich genug Stimmen, um in Regierungsverhandlungen treten zu können.


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