OÖ. Nach dem Rückzug der beiden ÖVP-Ministerinnen Elisabeth Köstinger und Margarete Schramböck kommt es zu einer Regierungsumbildung. Arbeitsminister Martin Kocher bekommt die Wirtschaft dazu, Bauernbund-Direktor Norbert Totschnig wird Landwirtschaftsminister. Reaktionen aus Oberösterreich.
Landeshauptmann Thomas Stelzer sieht ein gutes Personalpaket. „Wir leben in schwierigen Zeiten und in einer historischen Ausnahmesituation. Eine regierende und staatstragende Partei darf sich hier nicht in Personaldiskussionen verzetteln. Die Bündelung der Wirtschafts- und Arbeitsagenden in einem Standortressort ist eine Chance für das Land und gerade auch für das Wirtschafts- und Industriebundesland Oberösterreich von großer Bedeutung“, so Stelzer.
Besonders freut es ihn, dass das Staatssekretariat von Claudia Plakolm aufgewertet wird und sie nun mehr Bereiche verantworten wird. Die Waldingerin wird Staatssekretärin für Jugend & Zivildienst und übernimmt von Elisabeth Köstinger zusätzlich das Thema Ehrenamt und wird beim Thema Lehre die Klammer zwischen Bildungs- und Wirtschaftsressort bilden.
Achleitner: „Eigenes Standortressort auch beim Bund“
„Die Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-Agenden sowie der Bereich Tourismus künftig in einem Bundesministerium vereint – damit erhält nun auch die Bundesregierung ein eigenes Standortressort, ein Weg, der sich in Oberösterreich bereits bestens bewährt hat. Noch erfreulicher aus der Sicht des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich ist, dass der bisherige Arbeitsminister Martin Kocher dieses neue Standortministerium führen wird, denn mit ihm hat uns schon bisher eine ausgezeichnete Zusammenarbeit verbunden, die wir künftig noch weiter ausbauen werden“, so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, der auch in den beiden Staatssekretariaten Tourismus und Digitalisierung eine große Aufwertung der Bereiche sieht.
OÖ Bauernbund gratuliert neuem Landwirtschaftsminister
Glückwünsche an Norbert Totschnig als neuer Landwirtschaftsminister kommen vom OÖ Bauernbund. „Wir kennen Norbert Totschnig als fachlich versierten Menschen, der sich besonders durch seine 'Handschlagqualität', seine Zielstrebigkeit und den unermüdlichen Einsatz für die Probleme der Bäuerinnen und Bauern und den Menschen auf dem Land einsetzt. Der respektvolle Umgang und das Miteinander zeichnen Norbert Totschnig aus“, betonen OÖ Bauernbund-Landesobfrau Landesrätin Michaela Langer-Weninger und OÖ Bauernbund-Direktor Wolfgang Wallner.
Bei Ex-Ministerin Elisabeth Köstinger bedankt sich Agrar-Landesrätin Langer-Weniger: „Der wertschätzende Umgang von Ministerin Köstinger mit den Vertretern der Bundesländer sowie die Möglichkeit des Gesprächs auf Augenhöhe ermöglichten es Oberösterreich bei der Gemeinsamen Agrarpolitik und auch in der wirtschaftlich herausfordernden Zeit der Pandemie gute Lösungen für die oö. Bauern auf den Weg zu bringen. Mit Maßnahmen wie dem Breitband-Ausbau am Land wurden richtungsweisende Akzente gesetzt. Mit Elisabeth Köstinger ist eine starke Fürsprecherin des ländlichen Raums zurückgetreten“, so Langer-Weninger.
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