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OÖ. Energieausweis – was soll der bringen? Diese Frage taucht immer wieder auf. Natürlich kostet ein Energieausweis Geld. Doch gerade durch die immer höhere Sanierungsrate wird sein Sinn offensichtlicher.

Seit 1999 gibt es in OÖ den Energieausweis. (Foto: vegefox.com/stock.adobe.com (Symbolfoto))
Seit 1999 gibt es in OÖ den Energieausweis. (Foto: vegefox.com/stock.adobe.com (Symbolfoto))

Seit 1999 gibt es in Oberösterreich den Energieausweis und seit 25 Jahren hat sich dieser als „Typenschein“ der Immobilien etabliert. Zu Beginn war der Energieausweis lediglich auf die Ermittlung des Energiebedarfes eines Gebäudes ausgelegt. Nach 25 Jahren zeigt der Energieausweis ein ungleich schärferes Bild. Die Energiekosten sind ein Bestandteil der monatlichen Kosten, dessen Höhe man nicht immer selbst bestimmen kann. Die Energiepreise der letzten beiden Jahre haben dies sehr eindeutig gezeigt. Die Energiekosten einschätzen zu können, ist also ungemein wichtig. Auch um einen Dämmstoff herzustellen, ist Energie nötig. Wieviel „graue“ Energie in diesem Baustoff steckt, bestimmt den Primärenergiefaktor. Damit sorgt der Energieausweis auch dafür, dass umwelt- und klimafreundliche Produkte und Produktionsverfahren gefördert werden. Doch vor Allem ist er ein wertbestimmender Teil einer Immobilie. „Der Energieverbrauch wird in Zukunft eine immer größere Rolle bei den monatlichen Kosten einer Immobilie spielen. Und damit hebt oder senkt sich der Wert. Und der Energieausweis zeigt dem Käufer, worauf er sich beim Kauf einlässt. Und hilft dem Besitzer, eine Sanierung wirtschaftlich tragbar zu planen“, fasst der Bauphysiker Manuel Seidl zusammen.

Die graue Energie eines Produkts bezeichnet die Energie, die für dessen Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung insgesamt aufgewendet wurde, also in ihm „enthalten“ ist.


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