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Ö/LINZ. Auch die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die etwa 430.00 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im Handel brachte keine Einigung. Wie angekündigt ruft die Gewerkschaft daher nun am „Black Friday“, 29. November und am ersten Einkaufssamstag im Advent, 30. November, in Linz und Wien, zu Kundgebungen auf.

 (Foto: Andrey Popov/stock.adobe.com)
(Foto: Andrey Popov/stock.adobe.com)

Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite ist weiterhin ein Zwei-Jahres-Abschluss mit 3,1 Prozent KV-Erhöhung 2025 und einem Plus von 0,5 Prozent auf die rollierende Inflation 2026 (vorausgesetzte Begrenzung der Inflationsrate 2 Prozent). Die Arbeitnehmer forderten zuletzt ein Gehaltsplus von 3,9 Prozent für 2025.

Ein Termin für die nächste Verhandlungsrunde steht noch aus.

Arbeitgeber: Arbeitsplätze erhalten

„Wir hatten lange, wertschätzende Gespräche, doch die Arbeitnehmervertreter sind leider immer noch nicht bereit, die Realität zu akzeptieren. Sie fordern weiter einen Abschluss, der sich angesichts der konjunkturellen Situation für die Handelsbetriebe einfach nicht ausgeht“, so Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel, nach der vierten Verhandlungsrunde in einer Aussendung. Ziel müsse es auch sein, weitere Schließungen und Insolvenzen im Handel zu vermeiden und Arbeitsplätze zu erhalten“, so Trefelik.

Arbeitnehmer: „Das ist einfach zu wenig“

„Leider haben sich die Arbeitgeber nicht bewegt und beharren auf ihrem Letztangebot. Das ist einfach zu wenig. Die Beschäftigten würden einseitig das volle Risiko der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung tragen. Das Angebot bietet keinerlei Sicherheit für eine nachhaltige Gehaltsentwicklung “, kritisiert hingegen die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA, Veronika Arnost.

Kundgebungen am „Black Friday“-Wochenende

„Wir werden nun, wie schon angekündigt, zu Kundgebungen am Freitag, den 29.11. und Samstag, den 30.11. aufrufen und auch alle Menschen, die sich solidarisch mit den Handessangestellten erklären, einladen, uns zu unterstützen. Wir haben aber auch noch weitere Maßnahmen in der Schublade“, so der Vorsitzende des GPA-Wirtschaftsbereichs Handel Martin Müllauer.

Am Dienstag, 19. November, hat bereits die Sozialwirtschaft protestiert. Nachdem die zweite KV-Gesprächsrunde gescheitert war gab es eine Kundgebung auch an der Promenade Linz.

Mehr lesen: Kollektivvertrag Sozialwirtschaft: Gewerkschaft fordert bei Kundgebung in Linz 6,1 Prozent und bessere Arbeitsbedingungen


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