Gegen Linzer Polizeioffizier soll Disziplinaranzeige erstattet werden
LINZ. Gegen einen hochrangigen Beamten der Landespolizeidirektion Oberösterreich wurden vor rund zwei Monaten Vorwürfe erhoben, er solle eine Spitzenbeamtin in Nachrichten und Gesprächen gemobbt haben. Nun wird eine Disziplinaranzeige gegen ihn erstattet, das berichten die OÖN.

Im November wurde bekannt, dass Mobbingvorwürfe innerhalb der Landespolizeidirektion Oberösterreich erhoben wurden. Eine Spitzenbeamtin soll in Chats und Gesprächen von einem Kollegen – ebenfalls eine Führungskraft – gemobbt worden sein. Zu solchen Vorfällen soll es bereits im Sommer 2024 gekommen sein.
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Laut OÖN soll gegen den Beamten nun eine Disziplinaranzeige bei der Bundesdisziplinarbehörde erstattet werden. Unter anderem sollen 20 Mitarbeiter der Polizeidirektion Oberösterreich durch Experten des Innenministeriums befragt worden sein. Der Beamte soll nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorübergehend ins Welser Polizeikommissariat versetzt worden sein.
Ihm wird vorgeworfen, die Beamtin unter anderem mit sexuell herabwürdigenden Nachrichten und Gesprächen gemobbt zu haben - es sei dabei um einen hohen Posten gegangen sein, den die Beamtin bekommen hat, so die OÖN.
Nicht bestätigt habe die Kommission hingegen die Vorwürfe, dass Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und seine beiden Stellvertreter, Günther Humer und Rudolf Keplinger, von den Mobbingvorwürfen gewusst, aber nicht gehandelt hätten.


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