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OÖ/LINZ/RIED. In noch keinem Jahr zuvor konnte die Forschungs- & Entwicklungs-GmbH der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) einen höheren Umsatz erzielen als 2024. Mit einem Gesamtumsatz von 34,2 Millionen Euro konnte man sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 12,9 Prozent steigern. Mit dem Innviertler Flugzeugbauer FACC forscht man aktuell an Passagierflugzeugen der nächsten Generation.

Stehen für Innovation in Oberösterreich (v. l.): FH-Prof. Johann Kastner (Vizepräsident FH OÖ Forschung & Entwicklung), Isolde Perndl (Kaufmännische Geschäftsführerin FH OÖ), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Robert Machtlinger (CEO FACC AG) und FH-Prof. Michael Rabl (Präsident und Geschäftsführer FH Oberösterreich) (Foto: Land OÖ/Guggenberger)

Insgesamt profitieren von den Forschungsleistungen der FH OÖ mehr als 600 Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft und Gesellschaft, etwa 60 Prozent davon sind kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Dem trägt auch das Land Oberösterreich Rechnung. „Innovation ist der entscheidende Faktor für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Wohlstand. Deshalb werden auch ganz bewusst im Rahmen des oberösterreichischen Standortressort-Budgets im heurigen Jahr 103 Millionen für Wissenschaft und Forschung aufgewendet, so viel wie noch nie zuvor”, betont Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. Gerade da Oberösterreich mit hohen Produktionskosten zu kämpfen hat, müssten Innovationen dieses Manko im internationalen Wettbewerb ausgleichen, so Achleitner.

Langjährige Kooperation mit FACC

Bereits seit Jahren arbeitet die FH OÖ auch mit dem Rieder Flugzeugbauer FACC intensiv zusammen. In den vergangenen fünf Jahren konnte die FH Oberösterreich bzw. TCKT (100-prozentige Tochter der FH OÖ) und FACC gemeinsam an zwölf Forschungsprojekten mit einer Gesamtprojektsumme von mehr als 13 Millionen Euro arbeiten. Innovativer Leichtbau mit faserverstärkten Kunststoffen, Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und neue Methoden im Bereich zerstörungsfreie Materialprüfung stehen dabei im Zentrum. Aktuell stehe die Luftfahrt vor einer der spannendsten Dekaden ihrer Geschichte, betont FACC-Chef Robert Machtlinger. Neue Mobilitätskonzepte im Bereich Advanced Air Mobility und vor allem auch eine neue Generation an noch emissionsärmeren Passagierflugzeugen seien aktuell die großen Themen, so Machtlinger. „Ein starker Fokus auf Forschung & Entwicklung hat bei der FACC AG daher eine hohe Priorität. Mit der FH Oberösterreich haben wir einen langjährigen Partner, der uns bei der Entwicklung neuer Technologien zur Seite steht, aber auch für hervorragend ausgebildete Fachkräfte sorgt“, lobt er die Kooperation.

Vorreiterrolle bei aktiver Thermografie

Zu den Leitprojekten der langjährigen Zusammenarbeit zählt die Entwicklung der Aktiven Thermografie im Jahr 2017. Bei diesem nicht invasiven Prüfverfahren wird die Qualität eines Composite-Bauteils binnen Sekunden mittels Temperaturmessung beurteilt. FACC war weltweit das erste Luftfahrtunternehmen, das diese Methode bei Boeing qualifizieren konnte.

Aktuell läuft das Projekt Adios Rivets, bei dem Schweißverfahren zum Fügen thermoplastischer Verbundwerkstoffe erforscht werden. Der Vorteil des Schweißens von faserverstärkten Thermoplast-Bauteilen besteht darin, Verbindungselemente wie Nieten und Schrauben zu vermeiden sowie in einer attraktiven Automatisierbarkeit des Prozesses. Dies ist allerdings nur ein Teil der Forschungsarbeit im Unternehmen, insgesamt werden bei FACC aktuell mehr als 60 Zukunftstechnologien erforscht.


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