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BEZIRK PERG. Auch bei uns am Land gibt es Jugendobdachlosigkeit. Die Einrichtungen der offenen Jugendarbeit aus dem Bezirk Perg möchten mit einer gemeinsamen Aktion in der Vorweihnachtszeit nun auf dieses Problem aufmerksam machen.

Auch im Bezirk Perg sind die Streetworker mit Jugendobdachlosigkeit beschäftigt. (Foto: Roman Bodnarchuk/ Shutterstock.com)

„Leider ist es für die meisten obdachlosen jungen Erwachsenen eine große Hürde, nach Linz in eine der Notschlafstellen zu gehen. Die Betroffenen wollen dort sein, wo auch ihr Lebensmittelpunkt ist. In die Stadt zu gehen, ist für die wenigsten eine Option. Hier im Bezirk gibt es keine Notschlafstelle oder Krisenzimmer. Den Bedarf für solch ein Angebot sehen wir von Streetwork auch für den Bezirk Perg“, sagt Streetworkerin Martina Steinecker. In solchen Krisen ist es wichtig, die Situation schnell zu erfassen, die Klienten zu entlasten, zu informieren, zu begleiten und weiterzuvermitteln. „Wir sind vermehrt mit versteckter Obdachlosigkeit konfrontiert. Wir begleiten immer wieder junge Erwachsene, die in akuten Krisen bei Freunden oder Verwandten Unterschlupf finden und ihre Lage neu ordnen oder verändern. Das soziale Netzwerk ist ein wichtiger Faktor zur Stabilisierung“, berichtet Bernhard Reixenartner von Streetwork Perg.

Spenden und obdachlosen Jugendlichen helfen

Auch in den Jugendzentren des Bezirkes ist Obdachlosigkeit ein Thema, wodurch in einer Online-Vernetzungsrunde die Idee entstand, hier ein Zeichen zu setzen. In den Jugendzentren befinden sich nun Sammelboxen, in denen etwa Lebensmittel, Socken, Handschuhe, Schlafsäcke etc. gespendet werden können. Mit dieser Aktion möchte die offene Jugendarbeit die Besucher der Jugendzentren für das Thema sensibilisieren. Zu Weihnachten werden die Spenden an Streetwork Perg überreicht. Armutsgefährdete oder obdachlose Jugendliche aus dem Bezirk können sie dann von dort abholen. Spenden werden bei den Jugendzentren Perg, Schwertberg, St. Georgen an der Gusen, Steyregg, Luftenberg oder Grein, beim Jugendcoaching oder bei den Streetworkern Perg angenommen.


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