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Handymast-Debatte: Auch Daten und Fakten beruhigen die Anrainer in Mitterberg nicht

Michaela Primessnig, 10.07.2024 16:34

PERG. Dass die Datennutzung über Mobilfunk immer größer wird, steht außer Zweifel. Daher müssen Mobilfunkbetreiber auch für ein gut ausgebautes Netz sorgen. So wie in den Katastralgemeinden Pergkirchen und Altenburg, weil diese dort laut Rundfunkregulierungsbehörde nicht ausreichend gegeben ist. Sonst kommen saftige Strafen auf die Betreiber zu.

Ein Handymast mit 42 Meter Höhe soll im Wald in Mitterberg errichtet werden. (Foto: stock.adobe.com/joerghartmannphoto (Symbolbild))
Ein Handymast mit 42 Meter Höhe soll im Wald in Mitterberg errichtet werden. (Foto: stock.adobe.com/joerghartmannphoto (Symbolbild))

Die Vorgaben von der Rundfunkregulierungsbehörde RTR sind fix vorgegeben, die Versorgung muss von den Mobilfunkanbietern flächendeckend gewährleistet werden. Bei einer Infoveranstaltung der Stadtgemeinde Perg, die über die Notwendigkeit eines Handymastens in Mitterberg nähere Details für die Anrainer liefern sollte, wurden dazu auch alle Daten und Fakten auf den Tisch gelegt. Kurt Reichinger von der Telekom-Regulierungsbehörde (RTR) und Harald Daspelgruber vom Netzbetreiber Hutchison Drei Austria versuchten mit zahlreichen Daten und Grafiken, die Notwendigkeit des Standorts für eine bessere Versorgung darzulegen. Auch von Seiten der Stadt wurden alle bisher gesetzten Schritte erklärt.

Anrainer sorgen sich um ihre Gesundheit und Wert ihrer Liegenschaft

Für die Anrainer kein Grund, das Vorhaben gutzuheißen. „Natürlich gibt es auch Leute, die sagen, dass es schwierig ist, Home Office zu machen“, erklärt auch der zuständige Planungsausschuss-Obmann Klaus Asanger. Darüber hinaus sei auch eine durchgehende Netzabdeckung entlang der Straße für Einsatzorganisationen ein wichtiges Thema. Gegen diese logischen Gründe für eine Errichtung brachten die Anrainer einmal mehr ihre Sorgen um ihre Gesundheit ein und dass es zu einer Entwertung ihrer Liegenschaften komme. „Warum sollen wir einen Mast bei uns aufstellen lassen, der nur anderen was bringt“, meinte ein Anrainer. „Weil auch bei anderen einer steht, der euch was bringt“, erklärte Daspelgruber. Die Grenzwerte bezüglich der Strahlung würden hier gerade mal zu 0,26 Prozent erreicht, also auch da bestehe keine Gefahr.

Die Mitterberger bleiben (zumindest der anwesende Teil) bei ihrer ablehnenden Haltung. Freilich, von der jüngeren Generation, die sich eine flächendeckende Mobilfunkversorgung wünschen, war keiner da. „Wenn es jetzt nicht kommt, wird auch die nächsten 30 Jahre nichts kommen“, gab Reichinger abschließend zu bedenken.


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