Wasserkraft im Enknachtal
PISCHELSDORF. Insgesamt 39 Mühlen gab es früher entlang der Enknach. Der Pischelsdorfer Josef Bernroitner begab sich auf deren Spuren und veröffentlichte nach langjähriger Recherche die gesammelten Bilder und Dokumente im Buch „Die Wasserkraft im Enknachtal“.

Das Enknachtal hat zu Recht den Beinamen „Tal der Mühlen“, denn was viele nicht wissen: Von ihrem Ursprung in Kirchberg bei Mattighofen bis nach Braunau, wo die Enknach in den Inn mündet, wurden 39 Werke mit Wasserkraft betrieben, 36 direkt durch die Enk-nach. Der passionierte Fotograf Josef Bernroitner aus Pischelsdorf, wo die Enknach den Namen Engelbach trägt, machte es sich 2005 zur Aufgabe, die 33 Bachkilometer mit seiner Kamera zu erkunden.
Auf Ausstellung folgt Buch
Die Bilder präsentierte er ein Jahr später in einer Ausstellung, für die er bereits vieles zum Thema Mühlen im Enknachtal recherchierte. Die Arbeiten von lokalen Heimatforschern wie Maria Gann aus Pischelsdorf, Wolfgang Eitzlmair aus Neukirchen und Max Eitzlmair aus Braunau waren ihm dabei eine große Hilfe. Weitere Informationen holte er sich aus dem Archiv der Bezirkshauptmannschaft Braunau und natürlich besuchte er viele Mühlenbesitzer, die ihm alte Aufnahmen, Pläne und vieles mehr zur Verfügung stellten. Wo es noch möglich war, durfte er auch die Innenräume von noch teilweise erhaltenen Mühlen besichtigen und fotografieren.
216 Seite über die Enknach und ihre Mühlen
Nun, zwölf Jahre später, entschloss sich Bernroitner dazu, all die gesammelten Daten in einem Buch festzuhalten und für die Nachwelt zu konservieren. Mit Unterstützung von Leader Oberinnviertel-Mattigtal veröffentlichte er das 216-seitige Werk „Die Wasserkraft im Enknachtal“. Darin enthalten sind viele Besonderheiten, die bisher kaum jemand über die alten Mühlen gewusst hat, aber auch Informationen rund um die Enknach selbst und das alte Müllerbrauchtum. Die erste Auflage des Buches ist bereits ausverkauft. Wer sich für die nächste Bestellung vormerken lassen möchte, kann sich direkt an Josef Bernroitner unter 07742/7384 oder j.bernroitner@gmx.at wenden.


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