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RIED. Das Frauennetzwerk3 (FN3) ist eine Anlaufstelle für Frauen und Mädchen (ab 16 Jahren), die kostenlos und vertraulich Information und Beratung in persönlichen, familiären, sozialen und beruflichen Angelegenheiten suchen. In dieser Ausgaben berichtet Eva Kapsammer (Beraterin) aus der Praxis. Diesmal gibt es Wissenswertes über Sprachbarrieren zwischen Frau und Mann in der Kommunikation am Arbeitsplatz.

Eva Kapsammer und Gerlinde Zdralek vom Frauennetzwerk3 Foto: Hannes Resch
Eva Kapsammer und Gerlinde Zdralek vom Frauennetzwerk3 Foto: Hannes Resch

Karin (28) wechselte vor ein paar Monaten von der Basis-Mitarbeiterin in eine Führungsposition als Abteilungsleiterin. Ihr beruflicher Aufstieg stellt neue Herausforderungen an sie, auch in der Kommunikation.

Männer kommunizieren anders

„Männer kommunizieren anders als Frauen, sagt man. Wir können davon ausgehen, dass die Rolle, die wir als Frau oder Mann leben, in erster Linie eine erlernte ist. Schon früh werden wir unterschiedlich geprägt: durch das Verhalten der Eltern, Großeltern und anderen wichtigen Bezugspersonen, wie Kindergartenpädagogen und Lehrer. Dazu gesellt sich die vielfältige Medienlandschaft, in denen laufend die unterschiedlichen Rollen der Geschlechter dargestellt werden, an denen wir uns unbewusst orientieren“, weiß Eva Kapsammer.

Gefühle bleiben außen vor

Frauen werden zumeist liebenswürdig, weich, rücksichtsvoll und mit sexuell erotischer Ausstrahlung dargestellt. Männer hingegen werden mit Kraft, Direktheit, Stärke, Durchsetzungsvermögen und Sexappeal assoziiert. So ist es keineswegs verwunderlich, dass Männer ihre Gefühle in der Kommunikation mit Mitmenschen eher außen vor lassen. Sie bleiben lieber sachlich und lösungsorientiert, nehmen ihre Interessen wahr, sprechen diese konkret an, um sie auch direkt durchzusetzen.

Frauen agieren feinfühliger, emotionaler

Frauen dagegen agieren feinfühliger, ausgleichend, handeln emotionaler und fühlen sich bei Kritik schneller persönlicher angegriffen. Während Männer ihre Vorstellungen klar in den Ring werfen und Dinge vorgeben, wollen Frauen andere mit ihrer Position nicht überrumpeln. Sie wollen zunächst die Meinung der anderen herausfinden.

Führungskräfte brauchen eine Mix von beiden

Von Führungskräften wird im Übrigen ein Mix von „männlichen“ und „weiblichen“ Eigenschaften erwartet. So spielt neben einer sach- und zielorientierten Arbeitsweise auch die emotionale Intelligenz eine bedeutende Rolle. Um im Berufsalltag überzeugen zu können, bedarf es sowohl der Verbindlichkeit und Zielorientiertheit als auch das Einfühlungsvermögen und einer positiven Körpersprache.

Aus Kommunikationsproblemen kann man lernen

„Aus Kommunikationsproblemen kann man lernen. Wenn sie die geschlechterspezifischen Kommunikationsmuster erkennen und mit ihnen umgehen können, lassen sich Probleme vermeiden. Unterscheiden sie zwischen ihrer Person und ihrer Rolle, die sie im Berufsleben einnehmen. Fällen sie keine pauschalen Vorurteile. Dann klappt“s auch mit der Kommunikation am Arbeitsplatz“, weiß die erfahrene FN3-Beraterin.

Kontakt

4910 Ried, Johannesgasse 3 (Montag bis Donnerstag)

4710 Grieskirchen, Wagnleithnerstraße2 (Montag - im Familienzentrum)

4780 Schärding, Alfred-Kubin Straße 9 b (Mittwoch – im Familien- und Sozialzentrum)

Anmeldung erforderlich:

0664/5178530 und 0664/8588033

www.frauennetzwerk3.at


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