„Der Bezirk Ried ist gut gerüstet“
RIED. Mit Jahresende waren in Österreich etwas über 417.000 Menschen beim AMS arbeitslos gemeldet – das sind knapp 24.000 Personen mehr als vor einem Jahr. Im Bezirk Ried ist die Zahl mit 1.900 Jobsuchenden fast gleich geblieben.

Während in Ried auch die Zahl der Menschen, die sich im Laufe des Jahres arbeitslos gemeldet habe, mit 5.700 gleich blieb, sank diesser Wert österreichweit sogar. Eine Million Menschen suchten 2015 zumindest ein Mal Arbeit, das sind um 56.000 weniger als 2014.
Der Leiter des AMS Ried, Klaus Jagereder, erklärt, wie das zusammenpasst: „Entscheidend ist hier die Zeitspanne, die benötigt wird, um wieder eine Beschäftigung zu finden. In Österreich dauert das durchschnittlich fünf Monate, in Oberösterreich etwa 4,4 und in Ried können wir mit knapp drei Monaten die kürzesten Suchzeiten aufweisen.“
Selbstverständlich habe die aktuelle wirtschaftliche Situation und die damit verbundenen Stellenangebote einen wesentlichen Anteil an den erforderlichen Suchzeiten, sagt Jagereder. Mehr als 4.700 Stellen wurden im letzten Jahr über das AMS Ried ausgeschrieben, was eine Steigerung zu 2014 um 20 Prozent bedeutete.
Das spiegele sich auch in der Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden mit den Dienstleistungen des AMS wider, ist Jagereder überzeugt. Das AMS lässt laufend bei Unternehmen und Jobsuchenden Befragungen durchführen, um die Qualität der Dienstleistungen in den regionalen Geschäftsstellen bewerten zu können. Jagereder: „Dabei wurden der Geschäftsstelle Ried Topplätze im Österreichranking bescheinigt.“
Herausforderungen
„Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt werden 2016 nicht kleiner“, ist Jagereder überzeugt. „Demografische Entwicklungen kommen immer mehr zum tragen, Beschäftigungsmöglichkeiten ohne entsprechende Qualifikationen sind immer schwerer zu finden, Anforderungen in der Flexibilität stellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor neue Herausforderung und der Zuzug von Menschen, die sich in unserer Region eine neue Existenz aufbauen wollen, stellt unsere Integrationsfähigkeit auf eine große Probe.“
Seinen Optimismus hat sich Jagereder aber bewahrt: „Das Innviertel und speziell der Bezirk Ried ist dafür deutlich besser gerüstet als viele andere Wirtschaftsregionen.“


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