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RIED. Der Gemeinderat hat mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und zwei Grünen den Neubau des Elisabethkindergartens am alten Standort am Kirchenplatz 20 beschlossen.

Bürgermeister Albert Ortig beim Vorlesen eines Amtsvortrages (Foto: Tips)
Bürgermeister Albert Ortig beim Vorlesen eines Amtsvortrages (Foto: Tips)

Das Projekt wird inklusive Abriß des alten Gebäudes, Grundstückskauf und der Errichtung eines Spielplatzes auf der Grünfläche zwischen der NMS2 Ros­eggerschule und der Hartwagnerstraße etwa 2,76 Millionen Euro kosten. Der Kindergarten wird über vier Gruppen verfügen.

Während der Bauarbeiten wird der Kindergarten provisorisch für maximal zwei Jahre im Pfarrheim untergebracht.

Kritik von der SPÖ

Die SPÖ, angeführt von Stadtrat Peter Stummer, kritisierte, dass die Kinder auf dem Weg zum Spielplatz eine Straße überqueren müssen, dass ein Spielplatz direkt neben der Schule zu laut für die Schüler sei, dass die direkt benachbarte Straße zu Feinstaubbelastung führe, und dass es mit dem Rosegger-Kindergarten eine auch finanziell günstigere Alternative gebe, über deren Ausbau schon vor Jahren diskutiert wurde.

Acht ÖVP-Redner

Auf ÖVP-Seite sprachen gleich acht Rednerinnen und Redner – so viele hatten sich im Gemeinderat seit Jahren nicht zu einem Thema zu Wort gemeldet. Sie verteidigten das Projekt mit Argumenten, die von der idealen Lage des Kindergartens bis zu Synergien für die Wirtschaft und für Eltern, die dann mehrere Kinder mit einer Fahrt zur Schule und zum Kindergarten bringen können, sowie einer nicht näher bezeichneten „Maximierung des Gemeinwohls“ reichten.

Die Lärmbelastung durch die spielenden Kinder sei normal – dass Spielplätze neben Schulen errichtet würden, sei Usus. Der Kindergarten entspreche sowohl bei der Grundstücksgröße als auch der Sicherheit den Vorschriften, sagte Vizebürgermeisterin Gabriele Luschner.

Wichtiger Standort

Vizebürgermeister Thomas Dim (FPÖ) meinte, dass er „nicht unbedingt Freude mit dem dislozierten Spielplatz“ habe, allerdings sei der Standort als einziger Kindergarten in der Innenstadt so wichtig, dass man diesen Nachteil in Kauf nehmen könne. Zudem sei das Projekt auch eine Bereicherung für das Stadtbild.

Abstimmung

ÖVP und FPÖ stimmten wie erwartet für das Projekt, zwei Grüne schlossen sich an. Die beiden anderen Grünen enthielten sich der Stimme. SPÖ und NEOS stimmten dagegen.


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