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LOHNSBURG. Fritz und Marlene Badegruber haben heuer im März mit ihren beiden Mädchen (acht und elf Jahre) vier Wochen auf Sansibar gelebt. Bewegt berichten sie von ihren Reiseeindrücken.

Familie Badegruber am Traumstrand von Sansibar Fotos: privat
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Jambo (hallo), Hakuna Matata (keine Sorgen) und Pole Pole (langsam) – das sind die ersten Wörter, die Familie Badegruber auf Sansibar gelernt hat. Das ist auch das Motto, nach dem auf der Insel gelebt wird. Nachdem Präsident John Pombe Joseph Mafufuli sein Land nach einem dreitägigen Gebet für Corona-frei erklärt hat, wurden die Reiserestriktionen aufgehoben. Warum sich Familie Badegruber für diese Reise entschieden hat, hatte mehrere Gründe. Die Kinder waren im Distance-Learning und das Ehepaar durfte aufgrund der Covid-19-Maßnahmen nicht arbeiten. So ist die vierköpfige Familie am 26. Februar mit der Ethiopien Airline nach Sansibar geflogen. Fernab vom Massentourismus haben sie in den vier Wochen Land und Leute kennengelernt. „Bei unserer Ankunft waren wir anfangs schon noch etwas distanziert. Man weiß nicht, wohin man kommt, wie die Leute sind und nachdem es ein islamisches Land ist, mussten wir alles erstmal einordnen. Aber wir haben schnell begriffen, man kann den Leuten dort vertrauen. Wir waren viel mit den Locals, also den Einheimischen, unterwegs. Und man kann sagen, dass das kein Urlaub war, sondern eine Reise, ja ein Abenteuer“, berichtet das Ehepaar.

Während der Hitze wurde im Bungalow unterrichtet

Aber auch der Unterricht musste täglich eingeplant werden. In der Mittagszeit, wenn es draußen sehr heiß war, wurden die Kinder im Bungalow unterrichtet. „Wir haben alle Lehrpläne mitgehabt. Die Einheimischen sprechen sehr gut Englisch und haben unsere Kinder unterrichtet. Im Gegenzug wurden sie von unseren Kindern in Deutsch unterrichtet“, erzählt Marlene Badegruber.

Hilfsprojekt initiiert

„Wir haben auf der Insel auch eine Deutsche kennengelernt. Sie ist 2009 ausgewandert und betreibt eine Privatschule und einen Kindergarten. Nachdem wir Stifte und Hefte dabei hatten, haben wir den Kindern diese beim Besuch mitgebracht. Es fehlt dort an vielem“, erzählt die junge Mutter. Aus diesem Grund hat sie in Zusammenarbeit mit der Lohnsburger Schule und dem Kindergarten ein Hilfsprojekt initiiert. Beeindruckt waren die Lohnsburger auch von der Gastfreundschaft der Leute. „Wir haben bei den Einheimischen zu Hause gegessen und waren auf einer Hochzeit eingeladen“, erzählt Fritz Badegruber. Sansibar wird auch als die Gewürzinsel bezeichnet. Ob Muskatnuss, Kardamom, Vanille, Nelken – die Familie hat bei einer Führung durch den Dschungel alles probiert und verkostet. Auch über die heilende Wirkung vieler Pflanzen haben sie wertvolles Wissen mit nach Hause genommen. Natürlich sind auch sportliche Aktivitäten in den vier Wochen nicht zu kurz gekommen. Fritz Badegruber, Inhaber der Firma Badis Adventures, musste schon allein wegen seiner Leidenschaft für den Sport tauchen, bouldern, schnorcheln: eben alles ausprobieren, was man sowohl am Land als auch im glasklaren Meer machen kann. Doch auch das schönste Abenteuer hat mal ein Ende. Für die Familie bedeutete dies nach ihrer Ankunft in Österreich eine selbst verordnete Quarantäne.


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