Oberndorfer Krippe auf Briefmarke
RIED. Die Stille Nacht Gesellschaft hat die Oberndorfer Stille-Nacht-Krippe des Volkskundehauses als Motiv für die Stille-Nacht-Briefmarke 2021 gewählt.

Vor dieser Krippe, die sich heute im Volkskundehaus befindet, erklang „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zum ersten Mal. Die Forschung ergab, dass das Weihnachtslied von Franz Xaver Gruber (Musik) und Joseph Mohr (Text) in der Kirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg am Ende der Mitternachtsmette 1818 vor dieser Krippe am linken Seitenaltar erstmals aufgeführt wurde.
Über Umwege nach Ried
Als die Kirche in Oberndorf wegen Hochwassergefahr für baufällig erklärt und 1906 abgerissen wurde, schenkte man die „alte, verstaubte Pfarrkrippe“ den „Ehrwürdigen Schulschwestern“ von Oberndorf. Von dort gelangte die Krippe über einen Salzburger Trödler und einen Ostermiethinger Uhrmacher zu Pfarrer Johann Veichtlbauer in St. Pantaleon.
Der „Heimatpfarrer“ übersiedelte 1933 mit seiner umfangreichen volkskundlichen Sammlung nach Ried in das neugegründete Museum Innviertler Volkskundehaus, wo sich der größte Krippenschatz der Sammlung noch heute befindet.
Zum 200-Jahr-Jubiläum 2018 wurde die Krippe restauriert und in einer neuen Konzeption präsentiert.
Briefmarke
Die Gestaltung der Stille-Nacht-Marke 2021 besorgte der Grafiker Günther Oberngruber.
Die Marke mit dem Frankaturwert 85 Eurocent kann postfrisch zum Preis von drei Euro über das Museum Innviertler Volkskundehaus (kultur@ried.gv.at – auch click & collect) und die Stille Nacht Gesellschaft (Tel. 0660/2412200, E-Mail: info@stillenacht.at) bezogen werden.


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