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RIED. Im Rieder Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern werden zur Ablenkung und Beruhigung während der Fahrt in den Operationssaal Videobrillen eingesetzt.

Begeistert von der Wirkung der Videobrillen zeigt sich die Leiterin des Teams der Kinderanästhesie, Oberärztin Gefion Gerner-Forstinger (r.). (Foto: Krankenhaus BHS Ried)

Besonders oft werden die Brillen bei Kindern eingesetzt. Patienten, die lieber nichts von der Umgebung Operationssaal mitbekommen möchten, stehen Kinderfilme, Dokumentationen, Serien oder Spielfilme zur Verfügung.

Patienten werden ruhiger

Die Vorbereitung auf eine Operation und die Zeit der Narkose sind für viele Patienten nur sehr schwer vorstellbar. Die Angst vor Schmerzen und Kontrollverlust empfinden viele Menschen als sehr unangenehm – das führt häufig zu innerer Unruhe. Noch schwieriger ist es für Kinder, mit dieser völlig ungewohnten Situation umzugehen.

Um die Kinder vor einer Operation zu beruhigen, setzt man im Rieder Krankenhaus seit einigen Monaten auf den Einsatz von Videobrillen. „Ich bin begeistert von der positiven Wirkung auf unsere kleinen Patientinnen und Patienten. Die Kinder, die auf dem Weg in den OP einen Film ansehen, sind viel stressfreier und benötigen auch kaum Medikamente zur Beruhigung“ stellt Gefion Gerner-Forstinger, Leiterin des Teams der Kinderanästhesie fest.

Beruhigung auch für Eltern

Ein weiterer positiver Effekt der Videobrillen ist, dass die Nervosität auch bei den Eltern nachlässt, wenn sie sehen, wie entspannt ihr Kind sich einen Film mit der Videobrille ansieht.

Besonders häufig wählen die Kinder übrigens „Wickie und die starken Männer“.

Die Videobrillen sind hygienisch unbedenklich und werden auch auf der Kinderstation verwendet.

Erwachsenen werden Videobrillen bei Regionalanästhesien angeboten. Das Video lenkt ab und der Patient fokussiert die Gedanken nicht auf den bevorstehenden Eingriff.  


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skipper
skipper
30.09.2020 21:40

Angst und innere Unruhe lindern

Das finde ich gut, dass es Videobrillen in solchen Situationen als Hilfsmittel gibt. Ist eine gute mögliche Strategie, wie man sich auf etwas Positives fokussieren kann. Operiert werden musste ich als Kind nicht, nur wenige Male genäht werden. Ich erinnere mich noch gut, an die Angst, die ich hatte. Meinen ersten operativen Eingriff hatte ich im Erwachsenenalter und da hat die innere Unruhe und Anspannung schon lange vorher eingesetzt, wegen der unsicheren Erwartungshaltung. Ich habe dabei gute Erfahrungen mit pflanzlicher Unterstützung in Form von Passedan gemacht und auch mit Übungen zum gezielten positiven Denken. Auch das Sammeln von Wissen rund um den Ablauf hat mir geholfen Sicherheit gewinnen zu können. Habe gehört, dass es Kindern auch oft hilft, wenn man ihnen altersgerecht erklärt, was passieren wird. Einfach, um sich der Situation gegenüber weniger ausgeliefert zu fühlen.