Seniorenbund: Generation 60+ wächst stärker als die Gesamtbevölkerung
RIED. Bei einem Besuch der Bezirksstelle des Seniorenbundes Ried wies SB-Landesobmann Josef Pühringer auf die steigende Zahl der Senioren hin und lobte die Arbeit des Seniorenbundes Ried.

Bis 2050 wird der Bevölkerungsanteil der Über-60-Jährigen in Oberösterreich nach Daten der Statistik Austria von 27 Prozent im vergangenen Jahr auf 34,3 Prozent steigen. Im Bezirk Ried wird diese Entwicklung mit einer Steigerung von 27 auf 35 Prozent (von 17.300 auf 24.400 Personen) noch deutlicher sein. Fast 1.800 Personen werden dann älter als 90 Jahre sein – aktuell sind es 630. Die Generation 60+ wird um 7.100 Personen wachsen, die Gesamtbevölkerung nur um knapp 5.700.
Landesobmann Pühringer: „Die Senioren dürfen nicht als Kostenfaktor oder Belastung gesehen werden. Was sie für den Zusammenhalt der Gesellschaft, die Kinderbetreuung, die Pflege und das Ehrenamt tun, kann niemand anderer leisten.“ 30 Prozent des Konsums kämen von den Senioren, die auch reisefreudig seien: „Ohne Senioren müssten die Autobusunternehmen zusperren.“
Durch die demografische Entwicklung werde besonders die Zahl der Hochbetagten dramatisch steigen. Auch wenn viele fit blieben, werde es dadurch auch mehr Pflegefälle geben.
4.438 Mitglieder im Bezirk Ried
Der SB Ried hat 4.438 Mitglieder – das sind fast ein Viertel der Über-60-Jährigen im Bezirk. 279 kamen laut Landesgeschäftsführer Franz Ebner im vergangenen Jahr dazu. Das Angebot des Seniorenbundes stehe 2025 unter dem Motto „Gemeinsam bewegen. Gesünder leben“ und gehe in Richtung Prävention. Ebner: „Der Seniorenbund bietet insgesamt 70.000 Stunden Angebot. Das bringt nicht nur mehr Lebensqualität für den Einzelnen, sondern auch weniger Kosten für die Öffentliche Hand.“
Alterseinsamkeit verhindern
Der Seniorenbund verhindere mit seinen Angeboten Alterseinsamkeit, meinte SB-Bezirksobmann Walter Nömaier. Ein „großes Thema“ für viele Senioren sei der Niedergang der Sprachkultur und das Fehlen von Wertschätzung und Respekt. „Dadurch ziehen sich viele ältere Leute zurück und werden einsam.“


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