Drei Rieder Schülerinnen sammelten Erfahrung im Ausland
RIED. Während viele Menschen ihren Sommer am Meer oder in den Bergen verbringen, entschieden sich drei Schülerinnen der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) Ried für einen anderen Weg. Sie nutzten ihr verpflichtendes Praktikum, um Erfahrungen im Ausland zu sammeln und damit ihren Ausbildungshorizont bewusst zu erweitern.

Praktika sind ein zentraler Bestandteil der Ausbildung. Sie ermöglichen es den Schülern, das Gelernte direkt in der Praxis anzuwenden, unterschiedliche Arbeitsfelder kennenzulernen und Sicherheit im Umgang mit Menschen mit Unterstützungsbedarf zu gewinnen. Céline Schläfli, Natalie Schiefecker-Sösser und Monika Deubler gingen noch einen Schritt weiter – sie entschieden sich, diese Praxiszeit im Ausland zu absolvieren. Das freut Nina Mathi, Direktorin der SOB Ried: „Bildung endet nicht im Klassenzimmer – sie beginnt dort, wo wir neue Kulturen erleben, Menschen begegnen und unseren Horizont erweitern.“
Neue Perspektiven in der Schweiz
Céline Schläfli und Natalie Schiefecker-Sösser zog es für zwei Wochen in die Schweiz, in das Argo-Wohnheim Surava in Graubünden. Dort arbeiteten sie mit Menschen mit Prader-Willi-Syndrom – einer seltenen genetischen Erkrankung, die besondere Anforderungen an Betreuung und Begleitung stellt.
Neben der Mitarbeit im Alltag nahmen sie an Fachvorträgen teil, begleiteten verschiedene Wohngruppen und entwickelten eigene Projekte, etwa zu Ernährung, Bewegung und Emotionswahrnehmung. Ihr Ziel: das erworbene Wissen in ihre weitere Ausbildung und spätere Berufspraxis mitzunehmen.
Alltag und Gemeinschaft in Norddeutschland
Monika Deubler absolvierte ihr Praktikum in der Lebens- und Wohngemeinschaft Grebinsrade, einem sozialtherapeutischen Gutshof nahe Kiel. Drei Wochen lang lebte und arbeitete sie dort mit Menschen mit unterschiedlichem Assistenzbedarf – eingebettet in eine ländliche Umgebung, die den Alltag strukturiert und Gemeinschaft erfahrbar macht.
„Ich lernte viele großartige Menschen und andere Arbeitsweisen kennen“, beschreibt sie ihre Zeit vor Ort. Besonders prägend waren für sie nicht nur die fachlichen Einblicke, sondern auch die persönlichen Begegnungen und Eindrücke außerhalb der Arbeit – von der Ostsee bis zur Altstadt von Lübeck.
Verbindung von Theorie und Praxis
Die Ausbildung an der SOB Ried im Innkreis verbindet Theorie und Praxis eng miteinander. In der Fachausbildung Behindertenbegleitung lernen die Schüler, Menschen mit Behinderungen professionell im Alltag zu begleiten, individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen und tragfähige Beziehungen aufzubauen.


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