„Politik muss sich messbar machen“
RIED. Im dritten „Sommergespräch“ des Rieder Rotary-Clubs war der SPÖ-Bürgermeisterkandidat Peter Stummer Gast von Moderator Helmut Slezak.

Stummer ist in Linz geboren, in Gallneukirchen aufgewachsen und kam 1991 nach Ried. Er stammt aus einer „klassischen Arbeiterfamilie“ mit fünf Kindern. Beruflich war er immer in der Industrie tätig, unter anderem als Werks- und Produktionsleiter, seit diesem Jahr im Bereich Human Ressources für Training und Qualifizierung von Mitarbeitern bei KTM. Zur aktiven Politik für die SPÖ kam er, nachdem ihn der damalige Rieder SPÖ-Chef Michael Steffan 2014 in mehreren Gesprächen dazu überredet hatte.
Bei mehreren Themen des gesprächs – Verkehr, Sport – forderte Stummer eine strukturierte Planung mit fixen Verantwortlichkeiten ein: „Ich komme aus der Industrie, ich bin es nicht gewohnt, ohne Plan zu arbeiten. Ohne einen Plan ist Politik aber nicht messbar. Wir brauchen kein Leitbild, sondern ein Stadtentwicklungskonzept, in dem messbar festgelegt wird, wann wir wo sein wollen.“ Bürgerbeteiligung müsse sehr niederschwellig sein – „auch online, aber nicht anonym“.
Beim Wohnen sieht Stummer Probleme auf die Stadt zukommen: „Wir brauchen doppelt so viele Wohnungen, aber kleinere.“ Die Stadt könne aber dazu beitragen, die Mieten zu senken – bei vielen überhöhten Ausgaben gäbe es dafür Einsparpotenzial.
Stummer ist auch überzeugt, dass sich eine Eishalle mit intelligenter Ganzjahresnutzung ohne Abgang erhalten lässt.
In einigen Punkten, darunter auch Verkehrsfragen, verweigerte Stummer detaillierte Antworten über seine Pläne, weil vor einer Entscheidung erst eine Analyse der Situation durchgeführt werden müsse. Da half auch nicht, dass Slezak spürbar mehr nachhakte als bei den beiden vorhergegangenen Sommergesprächen.


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