Ried-Card soll der Stadt Geld bringen
RIED. Wie berichtet, haben SPÖ, FPÖ und Grüne dem Budgetvorschlag nicht zugestimmt. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 28. März wird erneut darüber abgestimmt. Um Geld für die Stadt zu lukrieren will die FPÖ die Ried-Card einführen.

Der Stadt Ried geht das Geld aus. Es fehlen 1,7 Millionen Euro. Die Parteien bestehen auf Nachverhandlungen mit dem Bund und Land. „Liegen bis 28. März keine konkreten Ergebnisse vor, werden wir so dem Budget nicht zustimmen“, betonen FP-Vizebürgermeister Thomas Dim und FP-Gemeinderat Christian Bangerl. Würde Ried eine Abgangsgemeinde, bekäme die Stadt nämlich nur 79.600 Euro und alles was nicht für den Mindestbetrieb der Stadt benötigt wird, würde gestrichen. „Das ist es uns nicht Wert, dass wir in den Abgang gehen“, sagen die beiden FP-Politiker. Um Geld in die Kasse der Stadt zu spülen, setzt sich die FPÖ Ried für die Einführung der sogenannten Ried-Card ein. Christian Bangerl hat dazu ein Konzept ausgearbeitet, wie die Umsetzung der Ried-Card aussehen könnte. „Das Tarifsystem muss natürlich auch noch in allen Ausschüssen im Detail besprochen werden, damit es beschlussfähig ist. Hat jemand eine bessere Idee, dann gerne her damit. Wir sind für alles offen“, sagt Bangerl.
So soll die Ried-Card funktionieren
Ried hat eine Vielzahl an Freizeiteinrichtungen wie das Freizeitbad, Freibad, Stadtbücherei, Volkskundehaus etc. Damit man diese auch weiterhin finanzieren kann, braucht die Stadt mehr Einnahmen. Das heißt es müssen die Gebühren bei den Eintritten um 30 bis zu 50 Prozent erhöht werden. Mit der Ried-Card erhält jeder Kartenbesitzer einen vergünstigten Eintritt in alle gemeindeeigenen Einrichtungen. Rabatte wird es aber nicht mehr geben. Jeder Bürger mit Hauptsitz in Ried hat Anspruch auf die Ried-Card, die man ganz einfach beim Bürgerservice beantragen kann.
Beteiligung der Umlandgemeinden
Auch die Umlandgemeinden oder Firmen können die Ried-Card erwerben. Möchte beispielsweise die Gemeinde Tumeltsham den Bürgern die Vergünstigungen für das Freizeitbad ermöglichen, müsste sie die Differenz an die Stadt bezahlen. Die Abrechnung erfolgt mittels Klicksystem im Nachhinein. Es wird nur das bezahlt, was auch konsumiert wird.
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