Land fördert Projekte zur Entsiegelung
BEZIRK RIED. In Oberösterreich wurden bereits mehr als 100 Projekte zur Entsiegelung von Flächen vom Land gefördert, fünf davon im Bezirk Ried.

Die fünf Entsiegelungsprojekte umfassen insgesamt 3.077 Quadratmeter. Umgesetzt wurden die Projekte in Pattigham, Hohenzell, St. Martin und in Ried. Das fünfte Projekt wurde von einer Privatperson bzw. einem Unternehmen eingereicht.
In Ried setzt man unter anderem in der Molkereistraße und am Voglweg auf das Schwammstadtprinzip zur besseren Versickerung von Oberflächenwasser, es werden Verkehrsinseln begrünt, mobile Pflanzenelemente aufgestellt sowie Bäume gepflanzt. In Pattigham wurden schon vor drei Jahren zwei asphaltierte Parkplätze im Zentrum und vor der Volksschule aufgebrochen.
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) werden in Oberösterreich durchschnittlich 1,2 Hektar Boden pro Tag versiegelt. Versiegelte Flächen wirken bei Hitze wie Heizplatten und verstärken die Hochwassergefahr bei Starkregenereignissen. Das Umwelt- und Klima-Ressort des Landes OÖ setzt deshalb darauf, versiegelte Flächen wieder aufzubrechen und fördert derartige Projekte. Informationen dazu gibt es auf www.land-oberoesterreich.gv.at/553500.htm.
„Veränderung ist möglich“
Fast 100 Projekte haben in Oberösterreich bereits rund 50.000 Quadratmeter Beton und Asphalt zurückverwandelt und Hitzeinseln zu Schattenplatzerl gemacht.
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Boden wirkt wie eine natürliche Klimaanlage – ganz ohne Stromverbrauch – und aufnahmefähige Böden sind der beste Schutz gegen Hochwasser. Ein einziger Quadratmeter gesunder Boden kann bis zu 200 Liter Wasser aufnehmen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass klimafreundliche Bauweisen im öffentlichen Bereich zur Selbstverständlichkeit werden. Das Förderprogramm zeigt, dass Veränderung möglich ist.“








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