Hackerangriff war nur vorgetäuscht
BEZIRK ROHRBACH. Ein Hackerangriff auf seine Kreditkartendaten, den ein 38-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach angezeigt hatte, war nur vorgetäuscht. Der Mann wollte mit dem Geld Spielschulden begleichen.

Das vermeintliche Opfer gab bei der Polizei an, dass ein unbekannter Täter widerrechtlich zu seinen Kreditkartendaten gekommen und auch Zugriff zu seinem Firmenkonto beim Bankinstitut erhalten habe. Dieser unbekannte Täter habe in der Folge mit den Kreditkartendaten bei einem Internetportal insgesamt um 22.690 Euro eingekauft und außerdem Überweisungen in der Höhe von 485 Euro durchgeführt. Der Gesamtschaden betrug somit 23.175 Euro.
Geld selbst verspielt
Nach umfangreichen Erhebungen in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt für OÖ konnte die Polizei dem 38-Jährigen jetzt nachweisen, dass dieser „Hackerangriff“ vorgetäuscht war. Er wollte den angeführten Geldbetrag von seiner Bank rückerstattet bekommen, da er diese 23.175 Euro durch die Teilnahme an einem Online-Strategiespiel selbst verspielt hatte. Der Beschuldigte legte ein umfassendes Geständnis ab.
Schwierige Ermittlungen
Die Ermittlungen gestalteten sich äußerst schwierig, da alle banktechnischen Vorgänge von ihm über ein anonymes Wertkartenhandy abgewickelt wurden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz wird der Mann wegen „Falscher Beweisaussage vor der Kriminalpolizei“ und „Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung“ angezeigt.


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