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Rohrbach. 2018 ist das extremste Zeckenjahr bisher – warum kann man nicht sagen. Am Klima liegt es jedoch nicht. „Oberösterreich liegt bei den Zeckenbissen an der Spitze, weit vor allen anderen Bundesländern“, weiß Bezirksärztesprecher Werner Stütz. 

Foto: Schlegelfotos/shutterstock.com
Foto: Schlegelfotos/shutterstock.com

Eins vorweg: nur Zecken, die mit der Krankheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) infiziert sind, übertragen auch die Krankheit. „Zeckengeimpfte und das sind in Österreich immerhin 82 Prozent, sind dagegen immun.“, weiß Stütz. Wenn FSME ausbricht, verläuft die Krankheit in zwei Schüben. Im ersten Intervall fühlt sich der Betroffene schlapp, hat Kopfweh und Fieber. Oft schiebt man diese Symptome dann auf eine Grippe anstelle auf einen Zeckenbiss. Im zweiten Intervall wird es offensichtlicher: Es können Nervenlähmungen auftreten oder, die Anzeichen einer Hirnhautentzündung. Ab da spricht man von einer FSME-Infektion. Behandelt werden die Symptome, ein Allheilmittel für FSME gibt es nicht. Die Behandlung kann Wochen oder Monate dauern und mögliche Spätschäden oder gar chronische Schäden werden nicht ausgeschlossen. In Oberösterreich gab es bis jetzt schon drei Tote aufgrund der Erkrankung. „Spannend ist auch, dass 2018 die Erkrankung Borrelliose stark zugenommen hat“ so Stütz. Im Gegensatz zu FSME kann man sich dagegen nicht impfen lassen. Borreliose wird auch von anderen Tieren außer der Zecke übertragen und mit Antibiotikum behandelt.

Vorbeugung

Die herkömmliche Impfung erfolgt in drei Teilen und sollte bereits ab dem Kindesalter erfolgen. „Es ist sehr wichtig, dass bereits ab dem Kleinkindalter die Impfung erfolgt und auch zum entsprechenden Zeitpunkt aufgefrischt wird“, rät Stütz. Besorgt ist er darüber, dass immer mehr Eltern ihre Kinder aufgrund möglicher Nebenwirkungen nicht impfen lassen. „Denn nicht nur im Wald lauern die Zecken, sondern auch im Gras, in Parks und auf Kinderspielplätzen“, sagt der Bezirksärztevertreter. Ganz wichtig ist, dass man sich nach dem Aufenthalt im Freien gegenseitig auf Zecken untersucht und sie dann schnell entfernt. Denn: „Zecken fallen nicht von Bäumen.“<


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