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BEZIRK ROHRBACH. Mitten in der Trauer um ihr kleines Kind wollen die Eltern Danke sagen: „Heidi Lang vom Verein MOKI ist in der schweren Zeit immer wie ein Engel an unserer Seite gewesen.“

Foto: izzzy71/Shutterstock.com
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In der Schwangerschaft erfuhren die Eltern aus dem Bezirk Rohrbach von der schweren Krankheit ihres noch ungeborenen Kindes. Ein Gendefekt verursachte eine Herzkrankheit. Eine schwere Zeit brach für das Paar an: „Gleich nach der Geburt ging es los mit vielen Untersuchungen, Eingriffen und Medikamenten. Nach einigen Wochen wurden wir aus dem Krankenhaus entlassen, natürlich total überfordert. Und dann kam Heidi Lang“, erzählt der Vater.

So etwas wie Familienleben

Die diplomierte Kinderkrankenschwester aus Haslach unterstützte die Eltern bei der alltäglichen Pflege, wechselte die zur Ernährung nötige Sonde oder versorgte Operationswunden. Doch nicht nur das: Gemeinsam beriet man sich über Pflege-, Therapie- oder Fördermaßnahmen. Man wuchs zusammen. „Dank ihrer Hilfe war ein Familienleben und so etwas wie ein normaler Alltag möglich, ohne ständig ins Krankenhaus zu müssen. Dafür sind wir extrem dankbar“, meint der Vater.

Unermüdlich unterwegs

„Wir vom Verein „MOKI – Mobile Kinderkrankenpflege“ sind eine Gruppe diplomierter Kinderkrankenschwestern, die Hauskrankenpflege und -Beratung anbieten. Wir betreuen schwer und chronisch kranke Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Frühgeborene in den eigenen vier Wänden“, erzählt Heidi Lang (42). Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte so weit es geht zu vermeiden oder zu verkürzen. Gegründet wurde der Verein im Jahr 2000 mit zwei diplomierten Kinderkrankenschwestern und elf zu betreuenden Kindern. Mittlerweile umfasst das Team in Oberösterreich 24 Schwestern und 329 Patientenkinder (2017). „Ich bin im Bezirk Rohrbach momentan alleine tätig. Im Vorjahr durfte ich 15 Kinder hier betreuen, die meisten davon Frühchen, die man ein Stück ins Leben begleitet. Ich berate die Eltern beispielsweise dann in Sachen Ernährung und Stillen oder wenn sie sehr unruhig sind. Mittlerweile wird auch unser Verein immer bekannter. Das liegt zu einem guten Teil an der super Kooperation mit der Kinderstation des Rohrbacher Krankenhauses, wo ich auch beruflich tätig bin. Die tolle Zusammenarbeit ist für mich besonders wertvoll, sei es um fachlichen Rat einzuholen oder sogar Geräte für die Arbeit bei den Familien auszuleihen“, sagt Heidi Lang. Und obwohl ihre Arbeit manchmal auch belastend ist, ist es für sie doch undenkbar, sie nicht zu tun: „Die vielen positiven Rückmeldungen und die Dankbarkeit der Eltern geben mir so viel und das ist einfach schön.“

„Fühlen uns getragen“

Zur Aufgabe von MOKI gehört auch die Trauerbegleitung nach dem Tod eines Kindes. Diese nimmt nun auch die Familie jenes tapferen Herzkindes in Anspruch, das letztes Jahr dann völlig unerwartet verstarb. „Wir reden, erinnern uns und trauern gemeinsam. Heidi ist zum Begräbnis gekommen, was uns besonders gefreut hat. Aber wir durften auch extrem viel Unterstützung aus dem ganzen Bezirk und darüber hinaus erfahren. Bei der Lichtmessfeier in unserer Gemeinde hat man auf unser Kind nicht vergessen, dafür sind wir wirklich dankbar. Besonders erwähnen möchten wir das Rohrbacher Krankenhaus, wo wir durch Kinderärztin Pia Neundlinger, aber auch das gesamte Team toll betreut wurden. Viele Menschen haben uns durch ihre Hilfe und Anteilnahme durch die schwere Zeit getragen und tun es noch immer.“

Spendable Feuerwehr

Finanziert wird MOKI durch Gelder des Landes OÖ und Beiträge der betroffenen Eltern sowie Spenden, die Trauerbegleitung sogar komplett durch Spenden. Besonders bedanken möchten sich die Eltern bei jenen Menschen und Vereinen, die die Mobile Kinderkrankenpflege so unterstützen. Die Jugendgruppe der FF Waldschlag in der Gemeinde Traberg beispielsweise hat jüngst das bei der Friedenslichtaktion gesammelte Geld an Heidi Lang von MOKI übergeben.

MOKI Oberösterreich Spendenkonto:

Raiffeisenlandesbank – Bankstelle Haid

IBAN: AT42 3400 0001 0260 8925

www.moki.at


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