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ROHRBACH-BERG. Die Kinder- und  Jugendreha kokon möchte jungen Menschen einen geschützten Raum für ihre individuelle Entwicklung geben. Wegen der Corona-Pandemie musste die erst im Herbst des Vorjahres eröffnete Einrichtung allerdings ihre Türen schließen. Mit 16. Juni dürfen diese wieder geöffnet werden - und die Schmetterlinge wieder fliegen.

Im kokon bekommen Kinder und Jugendliche maßgeschneiderte Behandlung und Betreuung. Foto: kokon
  1 / 2   Im kokon bekommen Kinder und Jugendliche maßgeschneiderte Behandlung und Betreuung. Foto: kokon

„Die neuen Sicherheitsvorkehrungen verändern auch bei uns im kokon den Alltag. Gleich geblieben ist unser Anspruch, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen mit unserer Expertise bestmöglich zu begleiten“, heißt es von der Kollegialen Führung des Kinder- und Jugendrehazentrums in der Bezirkshauptstadt.

Bestmöglicher Schutz als oberste Prämisse

Maßnahmen wie das Einholen von Vorabinformationen, ausführliche Befragungen und Gesundheitschecks – inklusive der Testung auf Covid-19 – von allen neu ankommenden Patienten und deren Begleitpersonen sowie ein spezielles Kontaktmanagement für Lieferanten wurden in die Reha-Prozesse integriert. „Auch im klinischen Ablauf und bei den Therapien gibt es Adaptierungen des Normalbetriebs, um die Patienten sowie die Belegschaft bestmöglich zu schützen“, informiert kokon-Geschäftsführer Stefan Günther und ergänzt: „Damit erfüllen wir nicht nur sämtliche seitens des Gesundheitsministeriums veröffentlichten Empfehlungen, sondern übertreffen sie in wesentlichen Bereichen sogar.“

Besuche in der Kinder- und Jugendreha sind vorab bekanntzugeben und sollten sich auf eine Person pro Tag beschränken. Die Händedesinfektion, das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie die Einhaltung  des Mindestabstandes von eineinhalb Metern haben selbstverständlich auch im kokon Gültigkeit.

Maßgeschneidertes Angebot für Kinder und Jugendliche

Die bisherigen Rückmeldungen der Familien zeigen deutlich, wie wichtig das Konzept einer maßgeschneiderten Behandlung und Betreuung speziell für Kinder und Jugendliche ist. Als besonders wertvoll erleben die Angehörigen beispielsweise die Tatsache, dass im kokon alle relevanten Experten an einem Ort vereint sind.

Verstärkt nachgefragt wurde das Angebot der stationären Reha bisher von Kindern mit angeborenen Fehlbildungen oder Zerebralparese nach einer Frühgeburt, die sich anhand von Störungen des Nervensystems und der Muskulatur im Bereich der willkürlichen Motorik äußert. Auch im Mental Health Bereich bietet das kokon-Team umfassende Hilfestellung – dazu zählen Krankheitsbilder wie ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung), psychische Probleme wie Angststörungen, Schulverweigerung, Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen und Interaktionsprobleme zwischen den Bezugspersonen und den Kindern. „Es folgten weitere Behandlungsschwerpunkte wie die Mobilisierung infolge von Unfällen, die Reha nach Verbrennungen sowie bei Ernährungssonden-Entwöhnung. Schon bald erwarten wir Kinder und Jugendliche mit cystischer Fibrose und juveniler Skoliose“, informiert die Ärztliche Direktorin, Primaria Evelyn Lechner.


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