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BEZIRK ROHRBACH. Eigentlich wäre die Ernte im Bezirk Rohrbach in diesem Jahr eine durchschnittlich gute – wäre da nicht der Engerling, der etwa ein Drittel des heimischen Gründlandes zerstört hat.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

23.000 Hektar Grünland gibt es in etwa im Bezirk. „Im oberen Bereich müssen wir 70 bis 80 Prozent Ausfall verzeichnen, in der unteren Gegend des Bezirkes ist die Lage weniger dramatisch. Durchschnittlich kann man sagen, ist bis zu einem Drittel der Grünflächen geschädigt“, informiert Bezirksbauernkammer-Obmann LAbg. Georg Ecker. Auf manchen Flächen gibt es bis zu 90 Prozent Ertragsausfälle. Manchen Landwirten bleibt deshalb nur der Verkauf von Tieren oder der teure Ankauf von ohnehin knappem Futter.

Pilzgerste wirkt gut

Seit 2008 kämpfen die Landwirte im Bezirk nun schon mit dem gefräßigen Engerling. „Damals waren die ersten Gebiete im Bereich Pfarrkirchen betroffen. Seither hat er sich über den ganzen Bezirk ausgebreitet. Wir haben relativ rasch die Einarbeitung von mit einem Pilz behandelten Gerste begonnen, der die Tiere abtötet und im Boden verbleibt. Ein großer Teil der rund 62 Hektar großen Fläche ist heute engerlingfrei“, freut sich Ecker. Allerdings müssten die Voraussetzungen für die Ausbringung passen und für den Landwirt ist es auch eine erhebliche finanzielle Belastung, denn die kompletten Kosten für die Behandlung liegen bei bis zu 1.500 Euro pro Hektar. „Wenn man aber bedenkt, dass die Behandlung nur einmal durchgeführt wird, so ist die Pilzgerste gegenüber der rein maschinellen Bearbeitung durchaus wirtschaftlich vertretbar“, sagt Ecker. Das Kreiseln der betroffenen Flächen ist aber weiterhin die erste und wichtigste Maßnahme im Kampf gegen den Schädling.

Keine Rückzahlung

Gute Nachrichten hat er für all jene, die aufgrund des vorbeugenden Grundwasserschutzes ihre Flächen bisher nicht mit Ackerland tauschen konnten: „Vor zwei Wochen hat die Landwirtschaftskammer durchgesetzt, dass jene Betriebe, die Flächen tauschen müssen, die Ausgleichszahlungen der letzten Jahre nicht zurückzahlen müssen. Ein Ausstieg ist noch bis zum nächsten Jahr möglich.“

Getreide und Mais

Eine durchschnittlich gute Ernte konnte im Getreideanbau eingefahren werden. Auch für den Silomais, der noch bis Ende September reift, wird guter Ertrag erwartet.


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