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Grenzgeschichten: Sollte in der Nachbarschaft ein Brand ausbrechen
Im Frühling 1950 wurde jenseits der böhmischen Grenze in Guglwald das Nachbardorf ein Raub der Flammen. Niemand eilte zu Hilfe, außer die österreichischen Feuerwehren von den Mühlviertler Gemeinden. Heute wollen wir als Nachfahren dieser schrecklichen Zeit niemandem eine Schuld zuweisen.

Die Gemeinde Schönegg mit dem Grenzdorf Guglwald besitzt als einzige ein Gegenüber in Böhmen, nämlich die Feuerwehr in Heuraffl. Mit ihren Kameraden gelang gleich nach dem politischen Systemwechsel eine ausgezeichnete Zusammenarbeit, weil bereits etliche Jahre vorher auf Feuerwehrebene Einladungen und Zusammenkünfte erfolgten. Eingedenk der guten Kontakte für die nun eine intensivere Pflege möglich war, beschlossen sowohl die FF Kommanden von Piberschlag und Schönegg als auch der Gemeinderat, mit der Feuerwehr und der Gemeinde Heuraffl eine Partnerschaft einzugehen. Die böhmische Feuerwehr Heuraffl lud uns als einzige ausländische Feuerwehr stets zu ihren Bewerben und kameradschaftlichen Festen ein. In Heuraffl tauchten dank der guten Zusammenarbeit ähnliche Partnerschaftswünsche auf wie bei uns. Urkunden ausgetauscht Beide Seiten einigten sich zu Jahresende 1989 auf dieses Vorhaben. Vierzig Jahre nach jener schrecklichen Brandkatastrophe wurde am 5. Mai 1990 die Partnerschaft in Guglwald, mit dem Austausch der Urkunden beim „Halbstreckenstein“, der am Nordwaldkammweg in Guglwald die Hälfte der Wegstrecke zwischen Dreisesselberg und Nebelstein, markiert. Verfasser: Fritz Winkler


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