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ROHRBACH-BERG. Nach mehr als 25 Jahren als Bezirkshauptfrau tritt Wilbirg Mitterlehner Ende Juli in den Ruhestand. Sie übergibt an ihren langjährigen Stellvertreter Valentin Pühringer.

Die beiden Personalvertretungsobmänner Kurt Gierlinger (l., BH Rohrbach) und Peter Csar (Land OÖ) verabschiedeten Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner. (Foto: BH Rohrbach)

„Ich kann meine Amtszeit gut und ohne Wehmut beenden und ohne das Gefühl, etwas vergessen zu haben“, meinte Wilbirg Mitterlehner, als sie kürzlich mit Wegbegleitern, Freunden und Mitarbeitern Abschied feierte. 46 Jahre lang war sie im öffentlichen Dienst tätig. Zuvor beim Landesschulrat, ehe sie mit nur 39 Jahren als erste Frau in Oberösterreich und zweite in Österreich zur Bezirkshauptfrau bestellt wurde. „Ich habe mit großer Freude und Begeisterung den Bezirk geleitet und für die Menschen gearbeitet und es ist viel gelungen – auch wenn es kein Spaziergang war“, blickt sie zufrieden zurück. Vor allem, da sie erreicht hat, die Bezirkshauptmannschaft in eine moderne, kundenorientierte Servicestelle umzuwandeln.

In ihre Amtszeit fielen Krisen (das Hochwasser 2002, der große Schneedruck 2006, die Flüchtlingswelle 2015, Corona), gewaltige Gesetzesänderungen, technische Entwicklungen, aber auch der Neubau der Bezirkshauptmannschaft sowie mehrere Verwaltungs- und Qualitätsprojekte, die als Pilot-BH realisiert werden konnten. Ein Herzensprojekt von Mitterlehner war etwa die Errichtung des Service-Centers CBE. „Dadurch konnten viele neue qualifizierte Arbeitsplätze vor allem für Frauen geschaffen werden.“

Keine Langeweile

Wenn die in Schönegg geborene St. Martinerin nun ihre Amtszeit beendet, tut sie dies als längstgediente Bezirkshauptfrau in OÖ. In der Pension wird ihr zwar der Kontakt zu den Mitarbeitern, denen sie sehr dankbar ist, und den Menschen fehlen, „aber freie Wochenenden, ohne den Kopf im Amt zu haben, sind auch schön“, meint Wilbirg Mitterlehner.

Sozial bleibt sie weiterhin beim Roten Kreuz auf Bezirks- und Landesebene sowie im von ihr gegründeten Club der Soroptimistinnen engagiert. Und dann sind da noch die beiden Enkeltöchter, denen sie Zeit widmen möchte.

Pühringer übernimmt

Mit 1. August übernimmt ihr langjähriger Stellvertreter und Sicherheits- und Verkehrsreferent Valentin Pühringer. Die offizielle Amtseinführung wird im September erfolgen.


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