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ROHRBACH-BERG. Tempo 30 – dauerhaft, ohne zeitliche Beschränkung und vor allen Schulen und Kindergärten in Rohrbach-Berg noch vor dem Start des kommenden Schuljahres: Mit dieser Forderung wendet sich die Radlobby Oberes Mühlviertel an die Stadtgemeinde.

60 Teilnehmer untermauerten bei der Kidical Mass die Anliegen der Radlobby. (Foto: Radlobby Oberes Mühlviertel)

Nach einem offenen Brief an die Gemeinde, mit dem auf die gefährliche Verkehrssituation rund um das Schulzentrum aufmerksam gemacht wurde, drei Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz und intensiver Recherche-Arbeit steht für die Radlobby fest, dass die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Seit Monaten setzt sich die Initiative für einen dauerhaften Tempo 30-Bereich rund um das Schulzentrum ein. Anstoß dafür gab die Neugestaltung der Straße im Zuge der Errichtung von Schule, Spar und Nahwärme. „Die bauliche Ausführung entspricht weder dem damals von der Gemeinde beauftragen Verkehrskonzept, noch dem Vorschlag des Verkehrsplanungsbüros aus dem Jahr 2022, obwohl genau auf diese Problematik hingewiesen worden war“, heißt es von der Radlobby.

Und fügt an, dass laut Straßenverkehrsordnung ein Bürgermeister auf Gemeindestraßen in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Altenheimen eine Tempo 30-Zone ohne Sachverständigen-Gutachten und ohne Prüfverfahren verordnen könne. „Jetzt braucht es nur noch den Mut zu handeln“, so die Radlobby.

Rechtlich und organisatorisch komplex

„Ganz so einfach ist es nicht“, sagt dazu Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer. Die Umsetzung einer dauerhaften Tempo-30-Zone sei rechtlich und organisatorisch komplexer: „Wir brauchen natürlich eine Stellungnahme eines Sachverständigen und stehen auch bereits mit den zuständigen Stellen in Kontakt.“ Als Übergangslösung signalisierte die Stadtgemeinschaft Bereitschaft, mobile Blumentröge zur Verkehrsberuhigung aufzustellen.

Der Gemeinde sei die Sicherheit der Kinder sehr wichtig, ergänzt Bürgermeister Lindorfer. Er ist zugleich überzeugt, dass sich viele gefährliche Situationen vermeiden ließen, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die geltenden Regeln hielten und Kinder nicht unmittelbar vor der Schule aussteigen würden. „Es gibt genug Stellen, die ein ungefährliches Aussteigen ermöglichen.“


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