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ROITHAM. Mit der aktuellen Breitbandoffensive setzt Roitham wichtige Schritte für die Zukunft, ist Bürgermeister Alfred Gruber (SP) überzeugt. Aktuelle Themen sind auch die Nachnutzung des ehemaligen Volksschulgeländes und der geplante Bau einer Zweigstelle des Landespflegezentrums Cumberland.

Bürgermeister Alfred Gruber Foto: www.pixelkinder.com
Bürgermeister Alfred Gruber Foto: www.pixelkinder.com

Tips: In Kürze wird der Neubau der Volksschule eröffnet. Was soll aus dem bisher genutzten Gebäude werden?

Bürgermeister Alfred Gruber: Es gibt bereits eine konkrete Idee, die bei der nächsten Sitzung des Gemeinderates am 16. Mai auf der Tagesordnung stehen wird, und zwar möchten wir mit der ÖKO-Wohnbau einen Optionsvertrag abschließen. Die ÖKO-Wohnbau hätte dann ein bis eineinhalb Jahre Zeit, ein bauverhandlungsfähiges Konzept zu erstellen. Geplant sind Miet- und Eigentumswohnungen. Das Grabnerhaus und das bisherige Schulgebäude neben der Hauptstraße sind für Wohnungen völlig ungeeignet, da sie nach Norden ausgerichtet sind bzw. direkt neben der Bundesstraße liegen. Sie würden durch Parkplätze ersetzt. Das Lehrerheim soll in Eigentumswohnungen umgebaut werden, und das alte Schulgebäude im Hang wird für Startwohnungen für junge Leute und für betreubares Wohnen verwendet.

Tips: Ein weiterer Neubau steht ebenfalls ins Haus: 24 Pflegeplätze des Landespflegezentrums Cumberland sollen nach Roitham wandern. Was bedeutet das für den Ort?

Gruber: Nachdem Roitham kein Altenheim oder Ähnliches hat, fühlen wir uns verpflichtet, dieses Projekt aus dem sozialen Bereich zu unterstützen. Es werden 24 Pflegeplätze entstehen. Die Personen werden tagsüber großteils in der geschützten Werkstätte in Gmunden betreut, es wird rund um die Uhr Betreuungspersonal zur Verfügung stehen. Der Bau wird auf den Pichlmanngründen unterhalb des Sportplatzes errichtet, das Büro Hinterwirth wurde mit der Planung beauftragt. Wenn die Planung abgeschlossen ist, wird eine Infoveranstaltung durchgeführt.

Tips: Bereits in Arbeit ist hingegen der Breitbandausbau in Roitham. Warum ist er für die Gemeinde so wichtig?

Gruber: Da der Postverteiler bei uns relativ weit weg ist, in Laakirchen, war der Internetempfang bei uns bisher immer eher schlecht. Deshalb ist der Breitbandausbau eine wichtige Investition in die Zukunft, weil es ohne Internet künftig kaum mehr gehen wird. Insgesamt hat die Energie AG für 80 Prozent des Gemeindegebietes die Förderung bekommen, der Ausbau sollte in sechs bis sieben Monaten erledigt sein. Das Unternehmen Ploier und Hörmann ist bereits dabei, die Glasfaserkabel zu verlegen.

Tips: Noch immer offen ist die Frage, ob die ausgewiesene Trasse zur Ortsumfahrung beibehalten wird oder nicht. Hat das Land hier schon eine Stellungnahme abgegeben?

Gruber: Die Gemeinde hat eine Stellungnahme des Landes bezüglich der Machbarkeit der Umfahrungsstraße in Auftrag gegeben. Diese ist nun endlich eingetroffen, allerdings ist sie nicht ganz eindeutig. Einige Abteilungen, vor allem aus dem Bereich Naturschutz, sagen allerdings „eher nicht genehmigungsfähig“ oder „nur schwer zu genehmigen“. Die Gemeindevertreter müssen sich daher noch einmal mit dem Thema beschäftigen und einen Beschluss fassen, ob die Trasse beibehalten wird oder nicht.


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