Sabine Praher "Yoga ist meine Lebensphilosophie"
Yoga ist für die Rotteneggerin Sabine Praher mehr als ein Fitnessprogramm. Für die Yogalehrerin steckt eine Lebensphilosophie hinter dem Trendbegriff, die sie auch in ihren Alltag integriert. Exklusiv für die Tips-Leser zeigt die 33-Jährige, wie sich auch mit einfachen Alltagsübungen eine große Wirkung erzielen lässt.

In den letzten Jahren haben sich viele verschiedene Zugänge und Stile im Yoga entwickelt. Egal ob Hormonyoga, Kinderyoga, Bikram-Yoga oder Gesundheitsyoga, die ganzheitliche Lehre aus Indien wird vielschichtig präsentiert. „Das großartige an Yoga ist, es wirkt allgemein positiv auf den ganzen Körper, Geist und Seele und auf das Nervensystem. Yoga ist aber bestimmt kein Allheilmittel oder Patentrezept“, sagt Sabine Praher. Die Yogalehrerin übt seit fast zehn Jahren aktiv Yoga aus und hält seit 2013 Yoga-Kurse. „Ich finde es ist egal, wie alt oder sportlich man ist, wichtig ist es in Bewegung zu bleiben. Dafür ist man bei Yoga richtig, denn Yoga bewegt. Und zusätzlich kann man es mit der fernöstlichen Lehre schaffen, den Atem und Geist zur Ruhe zu bringen und bis zur Meditation und zum Entspannungszustand zu kommen“, ist Sabine Praher überzeugt.
Immer noch begeistert
„Vor allem die Gesundheit steht für mich dabei im Vordergrund“, erzählt die zweifache Mutter, die 2008 selbst begann Yoga zu praktizieren, um ihre Nackenverspannungen und Kopfschmerzen zu lindern und dem Wunsch nach mehr Beweglichkeit nachzugehen. „Seit diesem Zeitpunkt praktiziere ich regelmäßig und habe herausgefunden, dass Yoga viel mehr ist, als nur Körperübungen. Meine Nackenverspannungen und Kopfschmerzen sind verschwunden, die Beweglichkeit hat sich verbessert und ich fühle, dass Yoga mir Kraft und Energie gibt und mein Leben auf vielen Ebenen bereichert“, ist Sabine sicher.
Tägliches, bewusstes Atmen
Besonders wichtig sei es laut der Expertin, täglich immer wieder tief in den Bauch zu atmen, „denn der Atem beeinflusst die Psyche und umgekehrt. Wenn wir gestresst sind atmen wir kurz und flach. Durch eine bewusste Yoga-Vollatmung schöpfen wir unser Atemvolumen aus und versorgen unseren gesamten Körper so gut wie möglich mit Sauerstoff“, erklärt Sabine, die eine 14-Monate dauernde Yoga-Ausbildung absolviert hat. „Ich rate deshalb jedem, täglich ein paar Atemzüge ganz bewusst tief in den Bauch zu atmen, und ganz bewusst dem Atem zu lauschen. Und mich selbst zu fragen, wo spüre ich eine Spannung, wo stehe ich auf der Erde, ohne zu bewerten, sondern einfach mit bewusstem Beobachten“, gibt Sabine Tipps. Auch das Bewusstsein ganz in sich selbst hineinzuspüren, und selbst zu erkennen was einem gut tue und man selbst gerade brauche, könne man durch Yogaeinheiten besonders gut erfahren.
Die Atemübungen beeinflussen das Nervensystem, das Hormonsystem und die Psyche. Zusätzlich helfe die fernöstliche Lehre dabei, zur Entspannung und Meditation zu finden, um den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Außerdem sei Yoga besonders effektiv, weil es mit Dehnung und Kräftigung der Muskulatur arbeite.
Der richtige Yogalehrer
Auch Sabine ist über Umwege zum Yoga gekommen: Eigentlich wollte die schon in frühen Jahren Sportbegeisterte mit 16 Jahren die Ausbildung zur Wirbelsäulen-Trainerin absolvieren. Da aber ihre Eltern auf eine handfeste Ausbildung bestanden, schloss sie die Lehre zur Bürokauffrau mit anschließender Berufsreifeprüfung ab. „Mir war aber schon bald klar, dass ein 40-Stunden-Bürojob für mich nichts ist, dass ich Abwechslung brauche und lieber mit Menschen zusammenarbeite“, blickt Sabine zurück. Heute weiß sie ganz genau, wo sie hingehört: Mit ihren Yogakursen will sie auch anderen dabei helfen, die eigenen positiven Erfahrungen durch Yoga zu erleben.
Seinen Körper besser verstehen
Für die richtige Suche nach dem optimalen Yogalehrer empfiehlt die gebürtige Waldingerin, auch nach der jeweiligen Ausbildung zu fragen, schließlich gäbe es auch „Schnellsiederkurse, und im Grunde kann sich jeder, auch jemand der keine Ausbildung absolviert hat, als Yogalehrer bezeichnen“. Wichtig sei es auch ein gutes Vertrauensverhältnis zum Lehrenden aufzubauen, denn nur dann, wenn die Chemie passt „kann man sich auch ganz fallen lassen, und die Entspannung kann wirken“, ist Sabine überzeugt und ergänzt: „Yoga ist für mich zu einer Lebensphilosophie geworden, die mich mein Leben bewusster wahrnehmen lässt. Ich habe durch Yoga gelernt meinen Körper besser zu verstehen und spüre viel besser als früher, was mir gut tut.“
Tipps von Sabine:
Täglich zwei Mal empfiehlt Yoga-Lehrerin Sabine das „Äpfelpflücken“:
Am besten abends vor dem Bettgehen, an der Aufrichtung arbeiten: Gerade hinstellen, die Hände in Richtung Himmel ausstrecken, und abwechselnd links und rechts von einem imaginären Apfelbaum über Kopf die Äpfel pflücken. Und den Körper dabei in die Länge bringen, um wieder Raum zwischen den Wirbelköpfen zu schaffen, um so die Stauchung, die während des Tages entsteht, wieder herauszunehmen
Yoga für Kids: Auch für die Kids hat die Expertin Tipps parat: Gerade wenn das Einschlafen wieder einmal schwieriger fällt, ist es hilfreich, wenn sich die Kleinen einen Luftballon in ihrem Bauch vorstellen. Und sich beim ganz tief Einatmen vorstellen, dass der Luftballon im Bauch aufgeblasen und beim Ausatmen wieder ausgelassen wird. Das beruhigt und entspannt.
Info: www.yoga-praher.at
Gewinnspiel:
Es gibt eine individuelle Yogaeinheit im Wert von 60 Euro bei Sabine Praher zu gewinnen.


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