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SCHÄRDING/RIED. Tief verwurzelt in der Drogenszene dürfte ein 32-Jähriger aus Schärding gewesen sein. Das Handeln und Besitzen von illegalen Substanzen, angefangen von Cannabis bis hin zu Crystal Meth oder Speed, brachte ihn unlängst in Untersuchungshaft. Beim Prozess am Landesgericht Ried verantwortet sich der Mann teilweise geständig.

Über fünf Jahre soll der Mann mit Drogen gehandelt haben. Foto: Wodicka
Über fünf Jahre soll der Mann mit Drogen gehandelt haben. Foto: Wodicka

Während ihn seine „Kunden“ belasten, meint der Angeklagte, dass dies nur zum Teil stimme. Von Juli 2010 bis Juli 2015 habe der Mann Cannabis, Speed und Crystal Meth besessen, weiterverkauft und zum Teil auch selbst konsumiert. Allerdings meint er: „Von Cannabis halte ich nicht viel, weil das so kaputt macht.“ „Und Sie glauben Crystal ist da besser?“, will Richter Andreas Rumplmayr wissen. „Das kam von meiner Arbeit, weil ich Schichtarbeiter war und da oft drei Wochen durchgearbeitet habe“, erklärt der Angeklagte. „Aber nicht jeder Schichtarbeiter konsumiert Suchtgift“, entgegnet der Richter. Für seine Schichtarbeit nahm der Mann meist die Droge Speed. „Der Körper gewöhnt sich ja irgendwann an die Menge, dann kann man das steigern“, erklärt der 32-Jährige seinen Konsum und meint, „von Crystal halte ich auch nicht viel, weil es den Körper so zerstört, außerdem hat es mir auch nicht so getaugt.“ Der vorbestrafte Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft und mache dort eine Drogentherapie. „Ich war selbst süchtig“, erklärt er. Warum er ins Drogengeschäft eingestiegen ist? „Cannabis habe ich nur an meine Spezis verkauft. Mir ist es nicht ums Geld gegangen.“ Der Hauptbelastungszeuge und ein weiterer Zeuge erschienen nicht vor Gericht. Auch die Freundin des Angeklagten verweigerte die Aussage. Die Verhandlung musste schließlich vertagt werden.


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