Landes-Wasserwehrleistungsbewerb schreibt Geschichte
SCHÄRDING. „Wer sein Leistungsabzeichen beim 55. Oö. Landes-Wasserwehrleistungsbewerb in Schärding absolviert hat, kann mächtig stolz auf sich sein, denn die Bedingungen waren fair, aber mehr als hart. Gute Stimmung, bestes Wetter beim Bewerb, eine nasse Schlussveranstaltung und ein turbulentes Wasser, so werden diese Tage in Schärding bei allen Teilnehmern und Mitarbeitern in Erinnerung bleiben“, zieht Landes-Feuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner sein Resümee.

714 angetretene Zillenbesatzungen, davon 368 in Bronze, 296 in Silber und 50 in Einer (dieser Bewerb konnte nicht zu Ende gefahren werden), aber auch 217 Zillenbesatzungen, die es nicht geschafft haben, die Parcours zu bewältigen, das sind die nackten Zahlen des Bewerbs. Das ansteigende Wasser, Streckenänderungen in Form von Erleichterungen bis kurz vor dem Start, der Abbruch am Freitag, die zeitliche Aufholjagd am Samstag und die Schlussveranstaltung, die vor einer herrlichen Kulisse der Schärdinger Silberzeile begonnen hat und dann ins Wasser gefallen ist, das sind nur einige Stichwörter, die diesen Bewerb Geschichte schreiben lassen. Viele ausgezeichnete Leistungen wurden vollbracht und in allen Klassen haben sich die Gewinner den Sieg wirklich verdient. Die Mannschaftswertung – dabei werden die besten drei Zillenbesatzungen einer Mannschaft in den Disziplinen Bronze und Silber gewertet – gewann die Feuerwehr Landshaag vor Mühldorf und Ach an der Salzach. Detaillierte Ergebnislisten sind auf www.ooelfv.at bereits abrufbar.
„Die Bevölkerung kann stolz sein auf alle Zillenfahrer, die auf Ernstfälle bestens vorbereitet und top motiviert sind, um bei Katastrophen zu helfen“, so Bürgermeister Franz Angerer, der den Bewerb tatkräftig unterstützt hat. „Um einen Bewerb mit solchen Herausforderungen so reibungslos meistern zu können, müssen alle Zahnrädchen ineinandergreifen und man muss in allen Bereichen motivierte und gut ausgebildete Personen zur Stelle haben. Das hatten wir und darauf sind wir mächtig stolz“, so das erfolgreiche Duo Landes-Bewerbsleiter Günter Unterholzer und Feuerwehrkommandant Michael Hutterer.
Zwischenfall nach Beendigung des Bewerbs
Bei den Abbauarbeiten auf der Strecke kam es dann noch zu einem Zwischenfall, der Gott sei Dank glimpflich verlief. Beim Versuch, einen Anker einer Boje zu heben, kenterte ein Arbeitsboot und kam dabei mit dem Kiel nach oben zu liegen. Insgesamt neun Besatzungsmitglieder fielen ins Wasser. Nur weil alle Mitglieder ausgezeichnet geschult waren und drei weitere Rettungsboote rasch eingreifen konnten, wurden alle Personen binnen weniger Minuten aus dem eiskalten Wasser gerettet. Von den neun Personen, welche im Wasser trieben, wurde nur eine Person leicht am Kopf verletzt.


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