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BEZIRK SCHÄRDING. Durch das Coronavirus sind die Schulen schon seit mehr als zwei Wochen geschlossen. Gelernt und gelehrt wird aber trotzdem – von Zuhause aus.

Gelehrt und gelernt wird über verschiedene digitale Kanäle. (Foto: privat/HAK Schärding)
Gelehrt und gelernt wird über verschiedene digitale Kanäle. (Foto: privat/HAK Schärding)

„Der Lernstoff wird den Schülern auf verschiedenen digitalen Kanälen zur Verfügung gestellt“, erklärt Irene Wiesinger, Direktorin der HAK/HAS Schärding, was auch ihre Direktoren-Kolleginnen Theresa Kainz (Direktorin digiTNMS Kopfing) und Brigitte Reisinger (Direktorin Gym Schärding) bestätigen. Mithilfe von Lernplattformen, via Mail oder What“s App, sprich mittels digitaler Medien, gelingt es den Schulen den Unterricht weiterzuführen. „Statt dem Unterricht an der Tafel stehen nun Videokonferenzen und Onlinechats an der Tagesordnung“, so Wiesinger.

Arbeitsaufträge für Schüler

Die Schüler erhalten in den verschiedenen Fächer auch Arbeitsaufträge. „Die gestellten Aufgaben müssen innerhalb einer bestimmten Frist online abgegeben werden und werden von den Lehrkräften kontrolliert und bewertet. Die Schüler erhalten ein Feedback. Mündliche Prüfungen wären auch über eine Videokonferenz denkbar“, erläutert Wiesinger die aktuelle Lern- bzw. Lehrweise.

Unterrichtszeiten

Was die Unterrichtszeiten angeht, so haben die Schulen unterschiedliche Vorgehensweisen. An der digiTNMS Kopfing gibt es beispielsweise keine verpflichtenden fixen Unterrichtszeiten. „Doch wir bemerken, dass sich der Großteil der Schüler an die Vorgaben hält und am Vormittag lernt. Dies sehen wir durch die vielen E-Mail Anfragen bzw. Übungs-Abgaben am Vormittag“, ist Theresa Kainz stolz auf die Disziplin ihrer Schüler. Ähnlich verhält es sich auch bei den Schülern des Gymnasiums Schärding. „Die Schüler haben zu unterschiedlichen Zeiten Zugang zu einem PC. Es hat nicht jeder Schüler zu Hause einen PC für sich zur Verfügung. Oft müssen sich alle Familienmitglieder einen PC für ihre Homeoffice-Arbeiten teilen“, erklärt Brigitte Reisinger. An der HAK/HAS Schärding ist es anders: „Die meisten Lehrkräfte orientieren sich am Stundenplan. Seitens der Direktion wurde vorgegeben, dass die Lehrkräfte an jenen Tagen mit den Schülern in Kontakt treten sollen, an dem der reguläre Unterricht wäre“, so Wiesinger.

Herausforderung für Schüler und Lehrer

„Der Schulalltag im Homeoffice ist für Schüler und Lehrer eine sehr herausfordernde und anstrengende Zeit mit sehr viel Arbeit“, ist Reisinger überzeugt und führt weiter aus, „Die Lehrer verbringen sehr viele Stunden am PC zum Vorbereiten der Arbeitsaufträge für ihre Klassen, und noch viel mehr Zeit am PC, die erledigten Arbeitsaufträge zu kontrollieren und den Schülern einzeln Rückmeldungen zu geben.“ Ein ähnliches Bild schildert auch Theresa Kainz vom Alltag der Lehrer: „Die Lehrer sitzen vor dem Computer und betreuen die Schüler. Sie korrigieren die Arbeiten, schicken diese mit Kommentar zurück, der Schüler verbessert und schickt sie wieder zurück. Weiters planen die Pädagogen, wie weitergearbeitet wird, welcher Kurs als Nächstes online gestellt wird.“

Vorfreude auf regulären Schulbetrieb

Trotz der neuen ungewöhnlichen Lern- bzw. Lehrsituation sind sich die drei Direktorinnen einig, dass mittlerweile alle gut eingearbeitet sind und falls nötig, auch noch länger so weitergearbeitet werden kann. „Trotzdem muss ich aber anmerken, dass wir uns alle schon wieder sehr auf den regulären Betrieb freuen. Meinen Dank in dieser schwierigen Zeit möchte ich auch an die Eltern richten“, erklärt Theresa Kainz. Ähnlich geht es auch den Schülern und Lehrern der HAK/HAS Schärding, wie Direktorin Wiesinger anmerkt: „Man merkt schon, dass der Wunsch wieder zur Rückkehr in die Schule, zu einem normalen Tagesablauf, zu seinen Freunden von allen Seiten immer größer wird. Die sozialen Kontakte fehlen den Jugendlichen und auch uns Lehrkräften, die es gewohnt sind, immer tagtäglich mit vielen Personen zu interagieren.“


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