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BEZIRK. Mögliche Öffnungen in der Gastronomie sollen mit „Eintrittstests“ verknüpft werden. Während Politiker Testen als Chance für die Gastronomie sehen, ist die Skepsis bei Schärdings Wirten groß.

  1 / 2   Eintrittstests in der Gastronomie – für Schärdinger Wirte keine Lösung. (Foto: shutterstock/ Jarun Ontakrai)

Bundeskanzler Sebastian Kurz gab nach dem “Wirtshausgipfel“ mit Branchenvertretern eine kurze Erklärung ab. Gab es bisher eher Widerstand gegen mögliche Eintrittstests für die Gastronomie, habe sich „das Blatt gewendet“, so Kurz. Es freue ihn, dass sich alle Vertreter für das Konzept der Eintrittstests ausgesprochen hätten. Es sei vereinbart worden, dass es am Montag, 1. März, zu einem weiteren Zusammentreffen komme. „Wir haben jetzt einige Tage Zeit, das Infektionsgeschehen zu beobachten. Wenn es eine starke Steigerung bei den Infektionszahlen gibt, machen weitere Öffnungen keinen Sinn. Wenn es aber gelingt, das Infektionsgeschehen zu halten, können wir am 1. März Entscheidungen treffen“, so Kurz.

Testen als Chance für Gastronomie

ÖVP-Klubobmann August Wöginger begrüßt die Gespräche zwischen beiden Seiten. Der Sighartinger sieht Testen als eine Chance für die Gastronomie und die beste Möglichkeit, trotz Pandemie etwas mehr an Freiheit zurückzugewinnen, anstatt im Dauerlockdown zu verharren. „Wir sehen, dass das Testen bei den körpernahen Dienstleistern und in den Schulen sehr gut funktioniert. Mittlerweile ist Österreich unter den besten Ländern beim Testen und am Weg zum Testweltmeister. Dies stellt auch eine neue Chance für die Gastronomie dar“, meint Wöginger. Auch Karl Walch, Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Bezirk Schärding, sieht Testen als eine Chance für die Gastronomie. “Wir sehen gerade, wie viel es bringt, wenn viel getestet wird. Das würde in der Gastronomie, bei Hotels und in vielen anderen Branchen auch funktionieren.“

Sind keine Kontrolleure

Schärdings Wirtesprecher Stefan Schneebauer würde die Öffnung der Gastronomiebetriebe begrüßen, er und seine Kollegen aus dem Bezirk Schärding sind jedoch gegen Eintrittstests. „Ich habe unter meinen Kollegen eine Umfrage durchgeführt. Es hat sich eine klare Tendenz gegen die Eintrittstests herausgestellt. Die Skepsis ist groß. Wir sind doch keine Kontrolleure. Ich werde sicher keine Gäste kon­trollieren“, so der Wirtesprecher. 

Wenn sich die Leute vor dem Gasthausbesuch testen müssen, dann wäre Schneebauer für die sogenannten „Wohnzimmertests“. „Hier hat man schnell ein Ergebnis. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer, der positiv auf Corona getestet wurde, dann noch ins Wirtshaus geht.“

Wenig Sinn am Land

Markus Bischof, Inhaber des Dorf.Wirt in Dorf an der Pram, glaubt, dass Eintrittstests vor allem am Land nicht funktionieren würden. „In vielen Bereichen begrüße ich das Freitesten, jedoch würde das bei uns in der Gastronomie wenig Sinn ergeben. Wenn zwei Freunde kurzfristig auf ein Bier gehen wollen, müssten sie sich vorher testen lassen. Ich glaube kaum, dass dies wer tut. Man trifft sich dann halt lieber irgendwo privat und trinkt ein paar Bier gemeinsam“, meint Bischof. Anders sieht die Lage laut dem Dorfwirt bei Haubenrestaurants aus. „Ohne meinen Kollegen nahetreten zu wollen, aber viele Menschen gehen nur ein bis zweimal pro Jahr in ein Haubenlokal. Da würden die Eintrittstests funktionieren, aber nicht bei uns am Land, wo der Wirtshausbesuch oft spontan erfolgt.“

Wollen keine Hilfsgelder

Bischof wäre es lieber, wenn er sein Gasthaus ganz aufsperren könnte. „Ich verstehe es wirklich nicht, warum die Gasthäuser nicht öffnen dürfen. Wir haben ein tolles Konzept, das nachweislich gut funktioniert hat. In der Gastronomie gab es fast keine Cluster. Dennoch werden wir bestraft“, meint der Gastronom. Und ergänzt: „Wir wollen nicht mehr von Hilfsgeldern leben, sondern unser Gehalt selber verdienen.“


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Wirtesprecher
Wirtesprecher
23.02.2021 19:15

Schardinger Gastronomie

Wir sind die größten Jammerer weit und breit. Dieses Virus gehört abgeschafft. Kickl for President!


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