Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ZELL. Die Oberösterreicherin Martha Matscheko spielt heuer zum ersten Mal bei der Pramtaler Sommeroperette mit. Sie verkörpert Heidi, eine lebenslustige Frau.

Martha Matscheko steht heuer zum ersten Mal bei der Pramtaler Sommeroperette auf der Bühne (Foto: Reinhard Winkler)

Tips: Frau Matscheko, Sie spielen zum ersten Mal bei der Pramtaler Sommeroperette mit. Worauf freuen Sie sich besonders?

Matscheko: Ja, ich darf heute das erste Mal ein Teil der Pramtaler Sommeroperette sein, was mich sehr freut. Besonders groß ist dabei natürlich die Vorfreude auf die acht Vorstellungen unserer „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“, wo wir die wunderbare Musik und die Geschichte über den verlorenen Walzer mit einem großen heimischen Publikum teilen können. Die Sehnsucht nach dem gemeinsamen Erleben eines Stückes auf der Bühne mit Publikum ist sehr groß nach der langen Zeit der Pandemie. Was auch einen großen Faktor der Freude ausmacht, ist die viele Probenzeit, die ich in diesen Frühlings- und Sommermonaten dem Projekt widme. Ich genieße es sehr, nach und nach in eine Rolle und in ein Stück hineinzuwachsen und zu beobachten, wie sich über ein paar Wochen Arbeit ein großes Kunstwerk entwickelt. In diesem Prozess ausschlaggebend sind natürlich all meine Kollegen. Nachdem wir bereits in die Probenarbeit eingetaucht sind, kann ich sagen, dass wir ein lustiges, liebevolles, kreatives und spontanes Team sind.

Tips: Wie kam ihr Engagement zustande?

Matscheko: Ich habe vor einigen Jahren mit unserem Intendanten Harald Wurmsdobler sowie unserer Regisseurin Manuela Kloibmüller zusammengearbeitet, als wir ein Musical von der Oberösterreichisch-Südtirolerischen Komponistin Claudia Federspieler Ur-aufgeführt haben. Dabei spielte ich einen, stark pubertierenden Teenager, der das familiäre Zusammenleben nicht gerade einfach und harmonisch gestaltete. Vielleicht erschien es Harald als zeitlich logische Folge, dass ich nun die Hedi spielen sollte, die gerade den Übergang zum Erwachsenenleben durchmacht und spüren lernt. Dazu kommt, dass Harald des Öfteren Klassenkonzerte der Gesangsklassen an der Anton Bruckner Universität besucht und dabei gelegentlich passende Sänger*innen für die PSO oder andere Projekte entdeckt.

Tips: Haben Sie schon eine Vorstellung der PSO live gesehen?

Matscheko: Leider noch nicht. Umso mehr freue ich mich, dass ich meine erste Vorstellung der PSO von der Bühne aus erleben darf.

Tips: Welche Rolle spielen Sie, und was können Sie uns darüber sagen.

Matscheko: Ich verkörpere die Hedi in unserem Stück. Sie ist eine lebenslustige junge Frau, deren 18. Geburtstag bevorsteht und die mit großer Neugierde und vor allem Vorfreude beobachtet, wie sie aus dem Kokon des Mädchens schlüpft und sich in eine schöne junge Frau entwickelt. Dazu gehört, dass sie sich liebevoll aus den Armen ihrer überfürsorglichen älteren Brüdern befreit, von einer Zukunft als Künstlerin träumt und sich in den Bann der Liebe ziehen lässt.

Tips: Haben Sie ein besonderes Ritual vor dem Auftritt?

Matscheko: Es gibt gewisse Dinge, die kaum am Tag eines Auftritts fehlen. Und zwar ist das zum einen, dass ich alle meine Stellen im Stück durchdenke und mir in Erinnerung rufe, was dabei wichtig ist. zum Beipsiel, dass ich bei einer Stelle besonders auf den Dirigenten schauen muss um nicht zu schnell weiter zu singen oder dass ich nicht vergessen darf, meinem Spielpartner einen verheißungsvollen Blick zuzuwerfen, damit er dran denkt, mir den Mantel zu reichen. Direkt vor dem Auftritt ist meine Routine, meinen Körper und meine Stimme aufzuwärmen. Hierbei versuche ich, mich in jedes meiner vielen Gelenke zu hineinzudenken, sodass ich ein gutes Gefühl für meinen gesamten Bewegungsapparat bekomme und schöpfe daraus Energie, die ich zur Unterstützung meiner Stimme brauche. Gleichzeitig schärfe ich damit meine Konzentration, denn auf der Bühne ist eine hohe Aufmerksamkeit vonnöten, um im richtigen Moment den richtigen Ton von sich zu geben, im Idealfall auch den richtigen Text und gelegentlich ist spontanes Reagieren gefragt.

Tips: Warum sollte man sich die Pramtaler Sommeroperette anschauen?

Matscheko: Weil man ein großartiges Team erleben kann, wunderbare Melodien hören wird und das im herrlichen Ambiente des Schlosshofes in Zell an der Pram.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden