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ESTERNBERG. Ihren 100. Geburtstag feierte kürzlich Maria Krammer aus Esternberg. Die rüstige Seniorin freute sich über zahlreiche Gratulanten.

  1 / 2   Maria Krammer vollendete am 9. Mai 2022 ihr 100. Lebensjahr – Bürgermeister Rudolf Haas (mitte), Vizebürgermeister Josef Greiner (l.) und Heimleiter Bernhard Hatheier (r.) mit der Jubilarin. (Foto: Hans Schererbauer)

Am 9. Mai 1922 wurde Maria Krammer, geborene Miehsbauer, in Esternberg geboren. Mit neun Geschwistern wuchs sie in Pfarrhof 15 auf. 1957 heiratete sie Johann Krammer aus Pyrawang. Das Ehepaar betrauerte im Jahr 1993 den frühen Tod ihres Sohnes Klaus Dieter. Bald danach wurde ihr nach einer erfolglosen Operation das Knie versteift und nach Komplikationen der Fuß amputiert. Seither ist sie an den Rollstuhl gefesselt, den sie aber bis heute noch mit eigener Kraft fortbewegt.

Nach dem Tod des Ehemannes verblieb Maria Krammer noch bis zum Jahresende 2012 in ihrem Haus am Donauhang nahe Pyrawang. Dann zog sie vor zehn Jahren in das Alten- und Pflegeheim nach Esternberg. Hier fühlt sie sich sichtlich wohl und geborgen, ist als „Empfangsdame“ bei allen Besuchern des Heimes gut bekannt. Jeden Tag sitzt sie an den Nachmittagen in der Empfangshalle des Heimes und beobachtet mit Interesse den Besucherstrom. Das zählt zum abwechslungsreichen Alltag in ihrem Lebensabend – Fernsehen und andere Hobbies schätzt die gesellige und lebensfrohe Esternbergerin nicht allzusehr.

Jubelfeier im Altersheim

Die Heimverwaltung, die Mitbewohner und das Pflegepersonal bereiteten der Jubilarin am Montag eine würdevolle Jubelfeier. Hausmeister Franz Hois spielte mit seinen Musikerkollegen so manch wohlbekannte Melodien, zu denen auch die Mitzi gerne mitsang. Auch der Wunsch nach dem Schneewalzer wurde zu ihrer Freude von den Musikern erfüllt. Von den Musikern angeregt, griff auch sie selbst zu ihrer Mundharmonika und gab ein Lied zum Besten.

Die Welt ist für Mitzi in Ordnung, wenn sie Witze hört oder erzählen darf. Dabei ist ihr sonst oft strenger Blick kein Hinweis darauf, dass sich in ihr ein humorvoller Mensch verbirgt. Die vielen Gratulanten an diesem Tag sorgten zunächst bei der Hundertjährigen für große Verwirrung. „Wer bist denn du, und kommst du auch heut zu mir?““ – Es war für sie kaum zu glauben, dass Bürgermeister und Vizebürgermeister sie an diesem Tag mit ihrem Besuch und mit Geschenken beehrten, der Chefkoch vom Heim sie mit einer Jubiläumstorte überraschte. „Und die Blumensträuße gehören auch für mich?“ – „Ja, sind denn alle heute nur meinetwegen da?“ So viel Ehrung hat es wohl selten für Mitzi Krammer gegeben. Darauf wurde dann mit allen angestoßen - auf weitere Jahre in Gesundheit. Es wurde fröhlich und gut gelaunt zu den Melodien der Musiker gesungen und geklatscht. Ihr zu Ehren gab es dann zum Mittagessen den gewünschten Schweinsbraten, und am Nachmittag feierte die Familie mit ihrer Jubilarin im Café am Weinberg.


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