BEZIRK SCHÄRDING. Die Klimakrise macht auch vor dem Bezirk Schärding nicht Halt. 2025 war Schärding der Hitze-Hotspot des Bundeslandes. Am 2. Juli wurde mit 35,4 Grad Celsius die höchste Temperatur im ganzen Jahr in Oberösterreich gemessen.
Nicht nur der Temperaturanstieg, sondern auch Wetterextreme prägten das Jahr in Oberösterreich. Frühling und Sommer 2025 zeigten mehrfach überdurchschnittlich warme Monatsabschnitte. Der April war der wärmste in der Messgeschichte in Österreich.Gleichzeitig gab es regional unterschiedliche Niederschlagsmuster, darunter teils deutlich unterdurchschnittliche Niederschläge im Oktober.Diese Entwicklungen spiegeln die zunehmende Unberechenbarkeit von Wetterlagen wider: Länger anhaltende Hitzephasen, Trockenperioden und kurzzeitige Starkregenereignisse belasten Landwirtschaft, Wasserhaushalt und Infrastruktur.
Die absoluten Jahresmaxima und -minima blieben weit von den Allzeitrekorden entfernt: Am wärmsten war es am 2. Juli 2025 in Schärding mit 35,4 Grad Celsius.
Oberösterreich bekam im Jahr 2025 deutlich zu wenig Niederschlag ab – mit einer landesweiten Abweichung von -22 Prozent war 2025 um fast ein Viertel trockener als im Mittel der Jahre 1991-2020. Speziell im Inn- und Hausruckviertel, wo das Defizit örtlich mehr als ein Drittel der Jahressumme beträgt, machte die Trockenheit zeitweise Probleme. An der Wetterstation Ried fielen mit 640 Millimeter nur 65 Prozent der normalen Jahresniederschlagssumme. Größere Schäden im landwirtschaftlichen Sektor blieben vor allem dank der feuchtkühlen Witterung im Juli aus. Ausgiebigere Niederschläge wären in den nächsten Monaten vor allem für die Grundwasservorräte aber dringend notwendig.
Tornado in Taufkirchen
Großteils bleibt Oberösterreich im abgelaufenen Jahr von extremen Hochwasser-, Sturm-oder Gewitterereignissen verschont. Ein einzelnes Ereignis sticht allerdings deutlich hervor. In Taufkirchen an der Pram verwüstete ein kleinräumiger Tornado am 15. Juli das Ortszentrum, rund 30 Häuser wurden schwer beschädigt.
„Die wissenschaftlichen Daten für 2025 zeichnen ein klar alarmierendes Bild: Dauerhafte Erwärmung auf globalem und regionalem Niveau, Zunahme von klimatischen Extremereignissen und beschleunigter Eisverlust im alpinen Raum. Diese Entwicklungen können nicht durch Einzelmaßnahmen oder Anpassung allein gemildert werden. Sie erfordern konsequente, koordinierte politische Maßnahmen auf allen Ebenen. Österreich und speziell Oberösterreich stehen in der Verantwortung, ihre Klimapolitik deutlich zu verstärken – mit verbindlichen Zielen zur Reduktion fossiler Emissionen, dem Ausbau erneuerbarer Energien, effizienter Energienutzung und dem Schutz sensibler Ökosysteme“, betont Landesrat Stefan Kaineder.
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